16.04.2026, 13.01 Uhr | Redaktion | Artikel drucken | Instapaper | Kommentare
Cronenberger SC: „Comeback“ von Schüttrumpf/Gose-Tandem
Dirk Schüttrumpf (li.) wurde zum neuen 1. Vorsitzenden des Cronenberger SC gewählt. Sein Amtsvorgänger Hartmut Gose (re.) engagiert sich neuerdings als Geschäftsführer des Sportclubs. Die beiden haben bereits in der Vergangenheit als Vorstandsteam zusammengearbeitet. | Foto: Lutz Meyer-Pächtel
Die Mitgliederversammlung des Cronenberger SC (CSC) wählte Dirk Schüttrumpf zum neuen 1. Vorsitzenden. Vorgänger Hartmut Gose war nach elf Jahren Amtszeit nicht mehr zur Wahl angetreten, wird dem Vorstand jedoch erhalten bleiben: Die Versammlung wählte ihn einstimmig zum Geschäftsführer des Vereins. Diese Konstellation hatte es von 2000 bis 2006 sowie von 2013 bis 2015 bereits gegeben. Dazwischen arbeiteten Schüttrumpf und Gose von 2007 bis 2010 im Vorstand des FC Remscheid zusammen.
Der CSC setzt damit erneut auf die berufliche Erfahrung des Juristen Schüttrumpf und auf seine Management-Qualitäten an der Vereinsspitze. Er gilt zudem als – im positiven Sinne – „fußballverrückt“. Gose wird sich hingegen nun wieder ganz auf die kaufmännischen Geschicke des Vereins konzentrieren können. Als drittes unterschriftsberechtigtes Vorstandsmitglied wählten die „Clubberer“ Michael Kauhaus als Finanzvorstand. Zum erweiterten CSC-Vorstand gehören Holger Jörges (Verwaltung), Michele Velardi (Sport), Michael Diefenthal (Vertrieb) und Carlos Gallegos (Jugend).
Rund 250.000 Euro: Arbeiten für Anbau sollen bald beginnen
Im zuvor vorgelegten Geschäftsbericht konnte der Verein eine ausgeglichene Finanzlage vorweisen, bei einem Gesamtbudget von immerhin 160.000 Euro für alle Abteilungen. In der kommenden Saison werde man jedoch „den Gürtel enger schnallen“ oder weitere Sponsorengelder akquirieren müssen, wie es bei dem Treffen hieß. Die aktuelle Saison bestreitet der CSC noch mit einem Etat, der auf Landesliga-Niveau liegt. Geld benötigt der Verein unter anderem noch für den kurz vor Baubeginn stehenden Anbau der Umkleidekabine. Zwar ist hier ein Zuschuss der Stadt in Höhe von 120.000 Euro zugesagt, die übrigen 124.000 Euro muss der CSC jedoch selbst stemmen.
Rund 70.000 Euro davon hat der Verein auf dem Konto, weitere 30.000 Euro kommen aus Spenden der Baufirmen und Eigenleistungen hinzu. Für den Restbetrag gibt es für den Notfall eine Darlehenszusage der Sparkasse, die man im Vorstand aber möglichst nicht in Anspruch nehmen möchte. Stattdessen will man auf Spendenaktionen setzen. Eine weitere Herausforderung für den neuen Vorstand wird noch in diesem Jahr die Verlegung eines neuen Kunstrasens auf dem Horst-Neuhoff-Sportplatz an der Hauptstraße. Beim geplanten Investitionsvolumen von 700.000 Euro braucht der Verein hier aber keinen Eigenanteil zu leisten. Die Kanalisation unterhalb des Platzes wird ebenso erneuert, wie die Drainage. Über die Verlegung des neuen Kunstrasens hinaus sind neue Geländer und Bandenwerbungen am Rande des dann etwas verkleinerten Platzes geplant.
Sperrung ab 4. Mai: Neuer Kunstrasen für Neuhoff-Sportplatz
Damit wird der Sportplatz vom geplanten Baubeginn am 4. Mai bis zur voraussichtlichen Fertigstellung Ende August nicht bespielbar sein. Nun gilt es Ausweichkapazitäten zu finden. Hier sind die Waldkampfbahn in Vohwinkel und der Sportplatz Opphof – beides Ascheplätze – von der Stadt angeboten worden. Zum anderen haben aber auch bereits der SSV Sudberg und der SV Bayer ihre Unterstützung signalisiert. Allerdings hat der Ausfall des Platzes an der Hauptstraße auch eine finanzielle Auswirkung: Das traditionelle „Hans-Rötzel-Turnier“ wird in diesem Jahr nicht stattfinden können. Damit werden dem CSC Einnahmen im hohen vierstelligen Bereich entgehen…
| Lutz Meyer-Pächtel





