29.04.2026, 14.09 Uhr   |   Marion Heidenreich   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Tanja Liefke trat ab: Die Hahnerberger Wehr sucht neue Chronistin

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Die Vertreter von Feuerwehr, Stadt und Bezirksvertretung mit den Beförderten und geehrten der Freiwilligen Feuerwehr Hahnerberg. In der ersten Reihe (6.v.l.) ist Tanja Liefle zu sehen, die als verdiente FFH-Chronistin abtrat. | Foto: Martion Heidenreich

Zur jährlichen Hauptversammlung trafen sich die 129 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Hahnerberg (FFH). Im gewohnt humorvollen Jahresrückblick von Schriftführerin Tanja Liefke wurde das Engagement rund um Retten, Löschen, Bergen und Schützen gewürdigt – mit rund 9.000 Dienststunden etwas weniger als 2024.

2025: Ein Drittel mehr Einsätze
Im vergangenen Jahr gab es aber mit 277 Alarmierungen etwas weniger als zuvor (2024: 209). Den Löwenanteil machten dabei (zum Glück) mit 157 Einsätzen (115) „Blinde Alarme, Alarmabbrüche“ aus. Ebenfalls höher lagen im Vorjahr die 57 Technischen Hilfeleistungen (42) sowie 21 Wachbesetzungen (12). Dazu nusste die FFH zu 14 Brandeinsätzen ausrücken (2024:16). Besonders erfreulich: 2025 gab es keine „Böswilligen Alarme“ (1).

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Viel Einsatz für Ortsteil & Co.
Aber Tanja Liefke rief auch den vielfältigen Einsatz für die Gemeinschaft im Cronenberger Norden ins Gedächtnis, so beim Picobello-Tag, dem Hoffest, am Kinderhospiz oder auch beim Feuerwehrfest. Nicht vergaß die FFH-Chronistin die sportlichen Erfolge beim Kölner Treppenlauf, dem Schwebebahnlauf oder der „Bluelights for Charity“ von FFH-Mitgliedern oder auch Übungsdienste bei der Bergischen Reitsportakademie, wo der Brandschutz im Gestüt und der sichere Umgang mit den Pferden im Ernstfall geübt wurde.

Fehlende Masken, verbesserungswürdige Kommunikation
Aber auch Kritik kam zur Sprache: Immer noch, so bedauerte Tanja Liefke, sind keine Atemschutzmasken für Brillenträger bei der FFH vorhanden. Auch der fehlende Akku-Schrauber im „Zieh-Fix“-Koffer zum Öffnen von Türen auf dem neuen Löschfahrzeug LF 20 wurde kritisiert. Praktisch bedeute das: Spezialwerkzeug ist da, aber ein einfaches Hilfsmittel fehlt. Als verbesserungswürdig benannte FFH-Löschungsführer Dr. Albert Kißlinger auch die Kommunikation. Auch zwischen Freiwilliger Feuerwehr, Berufsfeuerwehr und Stadtverwaltung sieht Kißlinger Verbesserungspotenzial: schnellere Beantwortung von E-Mails oder bessere Einbindung bei Entscheidungen. Der eingeschränkte Zugriff auf das Feuerwehr-Info-System für die Freiwilligen wurde – wie schon im Vorjahr – erneut bemängelt: „Freiwillige benötigen den gleichen Wissensstand wie die beruflichen Feuerwehrleute.“

Bürgermeister: Volle Unterstützung für Floriansjünger
Einhellig dankten die Gäste den FFH-Kameraden für ihr Engagement. Mit Blick auf die kommende Haushaltssicherung versprach Bürgermeister Rainer Spiecker, dass weiterhin genügend Finanzmittel für bestes Material, beste Ausbildung und volle Unterstützung bereitgestellt werden. „Wenn wir das nicht mehr schaffen, dann fehlt in dieser Stadt was Grundlegendes.“ Wuppertals Feuerwehr-Chef Andreas Steinhard betonte besonders das Engagement der Jugendfeuerwehr: „Ihr seid große Klasse!“ Steinhard würdigte viele gute Dinge, welche die FFH auszeichneten: „Herzlichen Dank für all die Professionalität, Freundschaft und Kameradschaft, die ihr alle miteinander lebt.“ An die Menschen, die hinter den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten stehen, dachte Cronenbergs stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Isabelle von Wenczowsky.

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AWG spendet 5.000 Euro
AWG-Geschäftsführer Olaf Schmidt stellte nicht nur die gute Zusammenarbeit mit der FFH, sondern auch die hervorragende Jugendarbeit heraus. Er machte überdies ein Geschenk: Die AWG spendete der FFH insgesamt 5.000 Euro – 3.000 Euro für das geplante Jubiläums-Zeltlager der Jugendfeuerwehr sowie 2.000 Euro für den Ausbildungsraum der Einsatzgruppe.

Rückzug von Tanja Liefke
Nach Verlesen des FFH-Jahresberichts verkündete Schriftführerin Tanja Liefke ihren Übertritt in die Unterstützungsabteilung – nach 30 Jahren im Amt und vier Löschungsführern „unter ihr“. Liefkes Nachfolger/in wird in große Fußstapfen treten…

FFH-Ehrungen und -Beförderungen
Für Dienstjubiläen geehrt wurden: Benjamin Severitt (10 Jahre), Daniel Rupp (20 Jahre), Benjamin Kreiskott, Oliver Lenz und Sebastian Multermann (je 25 Jahre) sowie Lars Lütje (35 Jahre). Dirk König wurde für 50 Jahre mit dem Ehrenabzeichen in Gold mit Goldkranz ausgezeichnet und wechselt zusammen mit Horst-Egon Goeres in die Unterstützungsabteilung. Mit der Ehrennadel in Silber der Jugendfeuerwehr Wuppertal wurde Dominik Knippel für seine Verdienste in der Jugendarbeit ausgezeichnet. Befördert wurden: Jannik Beckmann und Mia Ewert (Feuerwehrmann/-frau), Noah Boedecker, Daniel Kirazli, Tim Merten, Alexander Pesch, Elias Trümper, Rebecca Trümper und Ferdinand Wachter (Oberfeuerwehrmann/-frau); Henrik Dorobek (Unterbrandmeister); Simon Etten, Florian Hafner, Florian Neumann, Maximillian Rumpf und Yannik Straka-Horn (Brandmeister); Thomas Schumann (Hauptbrandmeister); Benjamin Kreiskott (Brandinspektor). Zum stellvertretenden Gerätewart wurde Noah Boedecker als Nachfolge für Dirk König ernannt.