25.05.2026, 15.44 Uhr | Redaktion | Artikel drucken | Instapaper | Kommentare
Dörper Cats: Meistertitel als Sahnehäubchen einer Topsaison
Dörper Cats, Double-Sieger 2026: Gouder de Beauregard, Immer – Bücheler, Grusenick, Kahmann (2), Lütters, Molet Sabater, Rapp, Seidler, Simon, Bremer, Necke, Pfaffendorf, Schwerin. | Foto: Meinhard Koke
„Deutscher Meister wird nur der RSC, nur der RSC…“, jubelten die Dörper Cats nach dem Schlusspfiff. Aber nicht nur das: Ebenso hallten am Samstagabend auch „Double-Sieger, Double-Sieger“-Sprechchöre durch die Alfred-Henckels-Halle – die Schlussakkorde einer Top-Saison der Rollhockey-Damen des RSC Cronenberg: Mit einem 2:0 im zweiten Play-off-Finale gegen die IGR Remscheid verteidigte das Team von RSC-Trainerin Maren Wichardt nicht nur seinen Meistertitel (die CW berichtete). Nachdem die Cats bereits Anfang März ihren Pokalsieg wiederholt hatten (die CW berichtete ebenfalls), machten sie mit der „Schale“ ihr erneutes Rollhockey-Double perfekt. Die Krönung einer Saison, die mit dem Einzug ins Final Four des europäischen WSE-Cups zu einer historischen Erfolgsspielzeit avancierte.
Der Meistertitel als I-Tüpfelchen war jedoch alles andere als ein Selbstläufer: Nach dem knappen 1:0 in Remscheid eine Woche zuvor wurde auch das Heimfinale zu einer umkämpften Angelegenheit. Vor mehr als 400 Zuschauern an der Ringstraße bestimmte das Wichardt-Team zwar vom Anpfiff an das Geschehen. Die bergischen Rivalinnen wollten sich die Meisterschaft aber nicht so einfach durch die Lappen gehen lassen: Mit viel Kampf stemmten sie sich gegen die Angriffe der Cats. Selbst nach zwei Blauen Karten gegen die IGR gab es für die RSC-Cats kein Vorbeikommen an der überragenden IGR-Keeperin Annabell Pillenkamp.
Da auch RSC-Torhüterin Lara Immer bei gefährlichen Gegenstößen der Remscheiderinnen die Null festhielt, ging die Partie torlos in die Pause. Auch in Durchgang zwei blieb das IGR-Tor zunächst wie vernagelt, auch ein Penalty von Yolanda Kahmann fand nicht den Weg in die Maschen der Gäste. Der Finalkrimi wogte hin und her, alles schien möglich. Doch Remscheid schaffte es letztlich nicht, die Verlängerung oder ein drittes Finale zu erzwingen. Vielmehr erlöste Yolanda Kahmann vier Minuten vor dem Schlusspfiff die RSC-Fans: In der 46. Minute überwand sie IGR-Keeperin Pillenkamp zum hochverdienten 1:0.
Als Remscheid im Anschluss alles riskierte und die eigene Torhüterin zugunsten einer fünften Feldspielerin vom Feld nahm, hatte Carlota Molet Sabater die Entscheidung auf dem Schläger: Während sie in der Schlussminute aber nur den Pfosten des leeren IGR-Tores traf, war es unmittelbar vor Abpfiff erneut Yolanda Kahmann, die mit dem 2:0 den Sack zumachte. Im Anschluss brachen alle Dämme: Während bei der IGR Tränen flossen, feierten die RSC-Cats mit Sektduschen und Jubelarien das Sahnehäubchen ihrer Erfolgssaison – die Cronenbergerinnen sind die Frauen des FC Bayern im deutschen Rollhockey.





