17.07.2026, 09.10 Uhr | Redaktion | Artikel drucken | Instapaper | Kommentare
300 Euro oder mehr: Stadt verschärft Bußgelder gegen Müllsünder
Oberbürgermeisterin Mirim Scherff (mi.) und AWG-Geschäftsführer Sascha Grabowski (3.v.r.) gehen das verschärfte Vorgehen gegen Müllsünder in Wuppertal gemeinsm an. | Foto: AWG
Wer in Wuppertal Abfälle neben Depotcontainern entsorgt, muss künftig bereits beim ersten Verstoß mit einem Bußgeld von mindestens 300 Euro rechnen. Das kündigte Oberbürgermeisterin Miriam Scherff an. Mit der verschärften Sanktion will die Stadt Wuppertal konsequenter gegen illegale Müllablagerungen an den mehr als 440 Depotcontainer-Standorten vorgehen.
„Das illegale Abladen von Müll ist kein Kavaliersdelikt“, betont Scherff. Sie hatte sich im Herbst 2025 während eines Praktikums bei der Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) Wuppertal gemeinsam mit den sogenannten Mülldetektiven ein Bild von der Problematik gemacht. Unterstützung kommt von der AWG: Laut Geschäftsführer Sascha Grabowski erläutert, dass die Standorte zwei- bis dreimal pro Woche sowie bei Bedarf gereinigt werden. Dennoch würden dort regelmäßig Restmüll, Bauschutt, Kartonagen oder andere Abfälle illegal abgeladen.
Die Stadt weist darauf hin, dass auch bei überfüllten Containern keine Abfälle daneben abgestellt werden dürfen. Stattdessen sollen Bürgerinnen und Bürger auf andere Container-Standorte ausweichen. Die vierköpfigen AWG-Mülldetektive dokumentieren illegale Ablagerungen und sorgen für deren Beseitigung. Verwarnungen oder Bußgelder dürfen sie jedoch nicht aussprechen – dafür ist die Stadt Wuppertal zuständig. Jährlich werden mehrere hundert Anzeigen wegen illegaler Müllentsorgung erstattet.
Neben den Depotcontainer-Standorten will die Stadt künftig auch stärker gegen wilde Müllkippen in Wäldern, Parks und auf Gehwegen vorgehen. Die Maßnahmen sollen in enger Zusammenarbeit von AWG und der städtischen Bereiche Ordnung und Umweltschutz umgesetzt werden.





