27.08.2026, 16.46 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

ReparaturCafé: Im Start-Halbjahr bereits 200 Geräte „gerettet“

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KliC-Vorsitzender Axel Dreyer mit Gisela Bartels, die mit ihrem „Sorgen-Staubsauger“ zum ReparaturCafé kam – und ohne Sorgen wieder ging… | Foto: Matthias Müller

Wie jeden dritten Samstag im Monat öffnete der Bergische Klimaschutzverein Cronenberg (KliC) wieder die Türen zum „Cronenberger ReparaturCafé“. Im Emmaus-Zentrum an der Hauptstraße stieg im August die sechste Auflage – von 10 bis 13 Uhr konnten dabei defekte Geräte, aber auch Fahrräder oder sogar Kleidungsstücke mitgebracht werden.

Reparieren statt wegwerfen
Obwohl das Cronenberger „Café“ um Axel Dreyer erst im Februar gegründet wurde, steht mittlerweile ein Team aus 28 Experten zur Verfügung. Reparieren ist besser als neu kaufen – darüber sind sie sich alle einig. So verfügt das Team auch über eine große Anzahl an Werkzeugen und Prüfgeräten, die Axel Dreyer mitbringt. Alles beginnt mit einem Reparaturbogen, der auch zur Statistik dient. Hierauf wird notiert, um welches Gerät es sich handelt, was defekt ist, was repariert wurde oder welches Ersatzteil besorgt werden muss, um es später vor Ort einbauen zu lassen. Bei Elektrogeräten wird abschließend eine Prüfung nach VDE-Richtline durchgeführt. Bei Geräten, die nicht mehr gerettet werden können, muss der Besitzer unterschreiben, dass er das Gerät nicht mehr nutzt, weil Lebensgefahr besteht.

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Es ist keine Zauberei, sondern Können
Die Damen an den Nähmaschinen kümmerten sich derweil um Nähte, das Kürzen von Hosen oder Flickarbeiten. Auch hier lief alles „wie am Schnürchen“ – auch wenn hier wie da nur für eine Spende repariert wird. Denn: Hobbyschrauber gehören nicht zum Team, das ständig größer wird: „Wir sind alle Profis“, betont Axel Dreyer, der selbst Elektroingenieur ist. So reparieren die Fachleute neben Fahrrädern auch iPhones und andere Mobiltelefone sowie Garten-, Küchen- und Haushaltsgeräte.

„Geräteretter“ mit 85-prozentiger Erfolgsquote
Bemerkenswert: 85 bis sogar 90 Prozent aller vorbeigebrachten Geräte können instandgesetzt werden. Nur unter drei Prozent müssen abgeschrieben werden. Für etwa zehn Prozent lassen sich Ersatzteile über das Internet finden und bestellen: „Hier entdecken wir oft auch Anleitungen, um Geräte zu reparieren“, berichtet Axel Dreyer. Darüber hinaus verlassen sich die Profis auf ihr Können und ihre Erfahrung – die hohe Instandsetzungsquote spricht für sich…!

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Gute Arbeit spricht sich rum!
Auch Gisela Bartels zählte zu den BesucherInnen, sie brachte ihren Staubsauger vorbei. Hier funktionierte die Aufrollautomatik für das Kabel nicht mehr – damit konnte am vergangenen Samstag der 200. Reparaturauftrag ausgefüllt werden! Sehr oft kann der Kunde auf die Instandsetzung warten und derweil Kaffee, Waffeln und anderes genießen. Der Erfolg des ReparaturCafes zeigt: Der Trend geht eindeutig zur Reparatur – Abfall zu vermeiden und Fahrräder oder technische Geräte zu retten, wird immer wichtiger. Zumals das nicht nur die Umwelt und Ressourcen schont, sondern zusätzlich auch gut für die Haushaltskasse ist…!

Mehr Infos zu den KliC-Aktivitäten online via klimaschutzvereinigung.de, wer sich in einer Aktionsgruppe einbringen möchte, kann sich per Mail an info @ klimaschutzverein.de melden.