OB Miriam Scherff (2.v.r.), die Bürgermeister Dagmar Liste (2.v.l.) und Rainer Spiecker (l.) sowie Stadtverbandsvorsitzender Peter H. Vaupel (3.v.l.) mit den führenden Vertretern der Dorper Bürgervereine. | Foto: Marion Heidenreich
Die Cronenberger Bürgervereine luden am letzten Oktober-Sonntag zum Herbstempfang in die „gute Stube“ an der Holzschneiderstraße – und viele Gäste kamen in den „Cronenberger Festsaal“. Entsprechend erfreut konnte Michael Ludwig, Vorsitzender des Küllenhahner Bürgervereins, als Moderator zahlreiche Vertreter aus Vereinen, Institutionen, Organisationen und Unternehmen begrüßen. Darunter waren auch Oberbürgermeisterin Miriam Scherff sowie die Wuppertaler Bürgermeister Rainer Spiecker und Dagmar Liste. Auch der SPD-Landtagskandidat für den Cronenberger Wahlkreis, Alexander Hobusch, nutzte die Gelegenheit zum Austausch mit den Dörper Vereinen.
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In seiner Begrüßung betonte Michael Ludwig, wie wichtig Zusammenhalt und Kooperation im Stadtteil sind. Das Gewicht von Bürgervereinen und Ehrenamt zeige sich in den verschiedenen Projekten zur Verschönerung Cronenbergs. „Wir kriegen Projekte durch“, bestärkte Ludwig die Anwesenden. Mit Geduld und Fördermitteln könne man gemeinsam viel erreichen. Sein Vorschlag: gemeinsam schauen, wie finanzielle Mittel generiert werden können und Erfahrungen austauschen.
Neues und Altbewährtes
Der Vorsitzende des Cronenberger Heimat- und Bürgervereins (CHBV), Ralf Kiepe, nutzte die Gelegenheit, um seinem Vorgänger Rolf Tesche für dessen jahrzehntelanges erfolgreiches ehrenamtliches Engagement zu danken: „Wir versuchen jetzt, die großen Fußstapfen zu füllen.“ Norbert Priske, zweiter CHBV-Vorsitzender, rief in Erinnerung, was alles auf der CHBV-Agenda steht: Von Platz für Alle über Martinszug bis Hüttenzauber, in diesem Jahr kam die Werkzeugkisten-Tombola hinzu… Als „Riesenerfolg“ beschrieb Priske die erste CHBV-Fahrradrallye – eine Neuauflage ist geplant. Auch die enge Zusammenarbeit mit BV und Stadt hob der CHBV-Vize hervor – etwa bei der aktuellen Suche nach einem kostengünstigen Ersatz der gestohlenen Bronzetafel am Ehrenmal. Zudem setzen sich die Beteiligten für den Erhalt des Wochenmarktes ein.
Viel los in Nord und Süd
Die Sudbürger waren „urlaubsbedingt“ nicht vertreten, hatten Michael Ludwig aber einen kurzen Jahresbericht über ihre zahlreichen Aktionen im südlichen Zipfel des Dörper Stadtteils zukommen lassen. Die Liste war lang: Sie reichte von der Weihnachtsbaumsammlung über den Picobello-Tag, das Osterfeuer und das Sommerfest bis hin zu den fünf Pop-up-Biergärten und der erfolgreichen Blutspende-Aktion gemeinsam mit dem DRK-Blutspendedienst. Allein beim Osterfeuer verzeichneten die Sudbürger zwischen 700 und 800 Gäste, berichtete Ludwig. Organisiert werde all das „von nur wenigen Leuten“. Sein Appell daher: „Engagiert euch! Die Arbeit, die wir leisten, kommt allen zugute.“
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Auch die Liste der Aktivitäten des Küllenhahner Bürgervereins konnte sich sehen lassen. Dazu zählten Picobello-Tag, Stammtische, Spielplatz- und Hoffest oder Trödel-Hahn und der bevorstehende Küllenhahner Advent. Hinzu kamen zahlreiche Projekte zur Verschönerung des Stadtteils, wie die Bemalung der Verteilerkästen im Ortsteil.
100 Jahre BV Küllenhahn
Auf der Agenda stehen nun ein Naschgarten, die schrittweise Aufwertung der Gummiplätze sowie die Neugestaltung des Spielplatzes Spessartweg. Im nächsten Jahr feiert der Bürgerverein sein 100-jähriges Bestehen. Dazu sollen Geschichte und Engagement der Küllenhahner ins Licht gerückt werden. Ein „100-Jahr-Buch“ soll als dauerhafte Erinnerung dienen…
OB-Lob für das Engagement
In ihrem Grußwort würdigte Oberbürgermeisterin Miriam Scherff das starke ehrenamtliche Engagement und lebendige Vereinsleben im Stadtteil. Als Cronenbergerin habe sie das „Glück gehabt, in einem Stadtteil aufzuwachsen, der die Relevanz der Vereine anerkennt“, so Scherff. Ihr Lob galt dem ehrenamtlichen Einsatz und der guten Zusammenarbeit der Vereine untereinander sowie mit Bezirksvertretung und Stadt. Dieses Miteinander stärke den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Stadtteil.
„Zu Recht hat sich der Stadtteil abgehängt gefühlt“, fand Scherff deutliche Worte. Umso mehr freue sie sich über die Neugestaltung der Sportplätze am Sudberg und an der Hauptstraße, die Erneuerung des Sudberger Spielplatzes sowie die für 2027 geplante Umgestaltung der Ortsmitte. Auch die Instandsetzung der Bolzplätze Mastweg und Ringstraße lasse ihr Herz höherschlagen. Zudem hofft die Oberbürgermeisterin, 2029 die neue Feuerwache Berghauser Straße eröffnen zu können.
Der Hahnerberger Bürgerverein bot zudem mit VR-Brillen die Möglichkeit, die geplante BUGA-Seilbahn und die vorgesehene Hängebrücke virtuell zu erleben.