03.05.2011, 13.41 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Raupenplage: Eichen und Obstbäume vor Kahlfraß?

Außergewöhnlich früh vermehren sich in diesem Frühjahr der grüne Eichenwickler, der Kleine Frostspanner sowie der Große Frostspanner. Und das verheißt nichts Gutes für die Wälder: Die drei Kleinschmetterlingsarten haben in den Jahren 1996, 1997 und 2009, 2010 viele Eichen- und Roteichenbestände völlig kahl gefressen.

Wie das städtische Forstressort mitteilt, schmecken den grünen Eichenwicklerraupen – mit schwarzem Kopf – besonders die aktuell noch kleinen und zarten Eichenblätter, während die Frostspannerraupen nicht so wählerisch sind und mehr als einhundert verschiedene Pflanzenarten vertilgen. Besonders große Schäden verursachen sie an Obstbäumen.

Laut Forstabteilungsleiter Albert Vosteen ist frühestens in zwei Wochen mit Kahlfraß bei Eichen zu rechnen. Zwar werden die Bäume dadurch geschwächt, die Raupen mit Gift zu behandeln, ist nach Worten von Albert Vosteen jedoch aus waldökologischer Sicht nicht erforderlich. Zumal sie Bäume ab dem 24. Juni (Johannistag) erneut ausschlagen und den so genannten „Johannistrieb“ ausbilden.

Im Juni beenden Gespinstmotten, Eichenwickler, Frostspanner & Co. ihren Kahlfraß und verpuppen sich zu Schmetterlingen.

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