26.09.2011, 18.32 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Kohlfurth: Ein „Finanzierungs-Wunder“

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Gab der Plakette der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) an der Kohlfurther Brücke den letzten Halt: OB Peter Jung (2.v.l.). Ursula Abé, stellvertretende Cronenberger Bezirksbürgermeisterin, CDU-Fraktionssprecherin Claudia Schmidt, Hannelore Reichl, neue Leiterin des städtischen Verkehrsressorts sowie Jürgen Pelz und Rainer Widmann von der Stadt hielten dem OB den Rücken frei.

Ein Vertreter der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) war zwar am Montagnachmittag, 26. September 2011, nicht gekommen. Dennoch fand Oberbürgermeister Peter Jung an der Kohlfurther Brücke lobende und dankende Worte für die Stiftung. Schließlich hatte sie die rund eine Million Euro teure Rekonstruktion der Kohlfurther Brücke mit rund 190.000 Euro aus Mitteln der Glücksspirale unterstützt. Deshalb befestigte OB Jung höchst persönlich eine Plakette an der Brücke, die an die DSD-Förderung erinnert: „Das Schild trägt dazu bei, dass das kein anonymes Sanierungsprojekt ist“, sagte der Wuppertaler OB: „So wissen die Glücksspiral-Teilnehmer, dass auch solche Dinge mit ihren Geldern unterstützt werden.“

Dass die Brücken-Rettung unter anderem mit den DSD-Geldern möglich wurde, hob OB Peter Jung auch zwei Jahre nach der Wiedereinweihung als „außerordentlich“ hervor: „Für mich ist das ein kleines Finanzierungswunder.“ Und der OB vergaß nicht, wer maßgeblichen Anteil daran hat, dass die Brücke nicht abgerissen und durch einen einfachen Holzüberweg ersetzt wurde: „Ohne die Bürgerinitiative Kohlfurther Brücke wäre das nicht möglich gewesen“, dankte Jung den BIKB-Initiatoren Matthias Marsch und Wolfgang Wandel für die „konstruktive und tolle Zusammenarbeit.

Dadurch sei der Kohlfurth nicht nur ein absoluter Hingucker erhalten geblieben, der rekonstruierte „Brückenschlag“ zwischen der Solinger und der Wuppertaler Kohlfurth stieß auch bei dem passionierten Wanderer Peter Jung auf Zustimmung: Als er auf einer Wanderung mit seiner Gattin an der seinerzeit gesperrten Brücke ankam, plauderte Jung aus dem Nähkästchen, habe er einen Augenblick überlegt, ob er auch „schwarz“ über die Brücke gehen könne, wie alle anderen: „Aber das kann man ja als Oberbürgermeister nicht machen.“ Und so marschierte das Ehepaar Jung über den Jacobsberg auf die andere Seite, und das kostete nicht nur Zeit, sondern war offensichtlich auch verwirrend: „Wir dachten zwischenzeitlich, wir hätten uns verlaufen.“

Dass der OB und seine Frau sowie viele andere nun wieder in der Kohlfurth auf direktem Wege über die Wupper gehen können, daran beteiligten sich folgende Geldgeber: Landesbetrieb Straßen.NRW (300.000 Euro), Bezirkregierung (Denkmalschutz, 322.000 Euro), Deutsche Stiftung Denkmalschutz (190.000 Euro), Stadt Solingen (50.000 Euro), Stadt Wuppertal (105.000 Euro). Mehr Infos auch zur Brücken-Rettung in der Kohlfurth auch hier online auf der BIKB-Seite.

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