03.10.2011, 10.53 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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„Kiesbergtunnel ist für die City und die Südstadt unverzichtbar!“

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Wie berichtet muss der Kiesbergunnel mit erheblichem Aufwand saniert werden. Der zuständige Landesbetrieb Straßen NRW schätzt die Kosten dafür auf etwa 34 Millionen Euro. Offen ist, ob das Land die Gelder dazu bereit stellt, mit einer Entscheidug aus Düsseldorf wird für Ende des Jahres gerechnet.

Da in den letzten Jahren bereits etwa sechs Millionen Euro in den Tunnel gesteckt wurden und ob des immensen neuerlichen Aufwandes zur Total-Sanierung, wird auch ein „Nein“ des Landes in Betracht gezogen, weshalb nun der Verkehrsausschuss des Wuppertaler Rates eindeutig Position bezog: „Der Kiesbergtunnel ist unverzichtbarer Teil des Wuppertaler Straßennetzes“, gab Verkehrsdezernent Frank Meyer unmissverständlich in der Sitzung zu Protokoll.

Der Kiesbergtunnels werde täglich durch 21.000 Fahrzeuge genutzt, berichtete Meyer, der erst vor wenigen Jahren mit Millionen-Aufwand durchgeführte Umbau des Südstraßenrings würde durch eine Schließung des Tunnels konterkariert. Zudem, so der Verkehrsdezernent weiter, würde eine Schließung die Verkehrsströme verlagern und so auch die Umweltzone zusätzlich belastet –  Meyer daher abschließend: Die Stadt werde sich mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln gegen eine Schließung des Kiesbergtunnels wehren.

Hannelore Reichl, Leiterin des Verkehrsressorts, zitierte in der Ausschuss-Sitzung aus einem Prospekt zur Einweihung des Kiesbergtunnels am 2. Oktober 1970: Demnach wurde der Tunnel gebaut, um die Elberfelder Innenstadt und die Südstadt über eine leistungsfähige Straße an das Fernstraßennetz anzubinden. Daran sei die weitere Stadtentwicklung ausgerichtet worden und daran habe sich bis heute nichts geändert – es gebe daher keine Veranlassung zu Veränderungen, so auch Reichl eindeutig.

Wie in der CW berichtet, wird im Kiesbergtunnel in Kürze eine Tonnage- und Geschwindigkeitsbegrenzung eingeführt. Vor dem Hintergrund, dass der Tunnel nicht mehr den Brandschutzvorschriften genügt, soll durch die Reduzierung der Tonnage auf 3,5 Tonnen und die Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 60 die Sicherheit erhöht werden. Verkehrsdezernent Frank Meyer betonte, dass es sich hierbei um vorübergehende Maßnahmen bis zur Total-Sanierung des Tunnels handele: Eine „endgültige Schließung des Kiesbergtunnels“ stehe derzeit nicht auf der Tagesordnung.

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