17.11.2011, 09.10 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Räumdienst: Der Winter kann kommen!

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Soweit, dass selbst die Schneemänner "Hilfe!" rufen, wird es nicht mehr kommen, verspricht jedenfalls der neue ESW-Chef Wolfgang Herkenberg.

„Das ist ja wie Weihnachten!“, jubilierte CDU-Fraktions-sprecherin Claudia Schmidt; „Wir sind froh, dass endlich ein Profi an der ESW-Spitze steht“, gab Grünen-Sprecher Peter Vorsteher zu Protokoll, und Bezirks-bürgermeister Michael-Georg von Wenczowsky merkte an: „Wir können dem diesjährigen Winter beruhigter entgegensehen“. So kritisch die Bezirksvertretung (BV) Cronenberg die Arbeit des städtischen Winterdientes in den letzten beiden Jahren gesehen hatte, so zufrieden gab sie sich am vergangenen Mittwoch, 16. November 2011, zu dem Räumdienst-Konzept, dass der neue Chef des Eigenbetriebs Straßenreinigung Wuppertal (ESW), Wolfgang Herkenberg, zuvor dem Stadtteilparlament vorgestellt hatte.

Die Quintessenz des „Winterdienst-Rapports“: „Wir sind gerüstet – alles wird besser!“ Zwar gibt’s keine Aufstockung bei den bislang 40 Räumfahrzeugen, aber dafür mehr Personal, das effizienter eingesetzt werden soll; mehr Streusalz, das unter anderem auch in zwei zusätzlichen Depots in Cronenberg „gebunkert“ wird, und die Touren seien auch optimiert worden, erläuterte der ESW-Chef dem Stadtteilparlament.

Zudem, so berichtete Wolfgang Herkenberg, werde man sich in Sachen Räumdienst nun stärker mit den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) koordinieren. Wie von den WSW im letzten Winter zum Beispiel in Sudberg oder am Busbahnhof Küllenhahn praktiziert, werde auch die ESW bei Bedarf zukünftig Schneeberge abfahren. Als Beispiel benannte der ESW-Chef den Bereich Mastweg, als Deponierflächen auf den Südhöhen sind der Sportplatz an der Breite Straße in Ronsdorf und Grünflächen rund ums Schulzentrum Süd offenbar schon in trockenen Tüchern, mit der Lebenshilfe Wuppertal sei man in Gesprächen im Hinblick auf den Sportplatz Heidestraße, berichtete Herkenberg weiter. Das Fazit des ESW-Chefs: „Ich bin überzeugt, dass wir im nächsten Winter erfolgeich bestehen werden!“

Die Optimierung des Winterdienst hat indes auch ihren Preis, und zwar im wahrsten Sinne: Auch wenn noch keine Flocke gerieselt ist, kündigte Wolfgang Herkenberg bereits eine Anhebung der Winterdienst-Gebühr an. Vor dem Hintergrund, dass die Abgabe für ein durchschnittliches Einfamilienhaus aktuell bei rund 11 Euro pro Jahr liege, sei der Anstieg allerdings „moderat“ – Herkenberg nannte einen Betrag im Bereich von 12 Euro für sein Beispiel.

Neuerungen im städtischen Winterdienst

Statt der zuletzt 6.000 Tonnen Streumaterial hat sich der ESW für den kommenden Winter mit 8.000 Tonnen gerüstet, Nachbestellungen sind möglich. 2.000 Tonnen davon werden in einem neuen Depot am Recyclinghof Korzert vorgehalten, zusätzlich wurde ein Klein-Lager im städtischen Forsthof Händelerstraße eingerichtet. Durch die Lagerung vor Ort in Cronenberg entfallen für die Bereiche Cronenberg, Südstadt, Ronsdorf und Vohwinkel die zeitraubenden Auffüllfahrten zum bisherigen Streusalz-Lager am Klingelholl in Barmen.

Das bisherige Winterdienst-Personal wird durch 50 Fahrer der Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) verstärkt, sodass der Räumdienst über die bisherigen Schichten einsatzbereit sein wird. Dazu soll künftig gewährleistet sein, dass die Räumfahrzeuge bereits um 3.30 Uhr ausfahren. Durch Optimierung der Touren-Planungen soll ab 4 Uhr morgens auch bereits die Räumung von Nebenstraßen beginnen.

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