29.11.2011, 17.56 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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„Siehst du mich?“: Polizei-Aktionstag in der Südstadt

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Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher (hi. li.) kam zum Auftakt der diesjährigen Aktion "Siehst du mich?" zur städtischen Kindertagesstätte in der Carl-Schurz-Straße.

Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher (hi. li.) kam zum Auftakt der diesjährigen Aktion "Siehst du mich?" zur städtischen Kindertagesstätte in der Carl-Schurz-Straße.

Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher (hi. li.) kam zum Auftakt der diesjährigen Aktion "Siehst du mich?" zur städtischen Kindertagesstätte in der Carl-Schurz-Straße.

Zahlreiche „Rüffel“ der Polizei „hagelte“ es vergangene Woche in der Carl-Schurz-Straße: Am Dienstag veranstalteten die Ordnungshüter gemeinsam mit der dortigen Kindertagesstätte einen Verkehrserziehungs-Aktionstag. Nicht wenige der Eltern und Pressevertreter überquerten dazu die Südstädter Straße jenseits des Überwegs – das ging natürlich gar nicht, zumal die Kinder an diesem Tag unter der Überschrift „Siehst du mich?“ richtiges Verhalten im Straßenverkehr erlernen und für die Gefahren an der Straße sensibilisiert werden sollten!

Bereits seit 1999 arbeiten die Verkehrssicherheitsberater der Polizei mit Erziehern in der Wuppertaler Arbeitsgemeinschft (AG) „Neue Wege“ zusammen. Offensichtlich mit Erfolg: Obwohl der Straßenverkehr zunimmt, sank die Zahl der Unfälle mit Kindern in Wuppertal im vergangenen Jahr im fast 17 Prozent auf 132 Unfälle, berichtet Michael Bartsch, Leiter der Wuppertaler Verkehrssicherheitsberatung; seit 2009 kam kein Kind mehr auf Wuppertals Straßen ums Leben. Weil jeder Unfall einer zuviel ist, führt die Polizei im Städtedreieck zusammen mit Kindergärten alljährlich Aktionstage durch. Zum Auftakt der drei Aktionstage in 16 Wuppertaler Kindergärten kamen auch Poliziepräsidentin Birgitta Radermacher und Polizeioberrätin Ursula Holz, die oberste Verkehrshüterin im Städtedreieck, in die Südstädter Straße.

Im Mittelpunkt stand unter anderem ein selbst gebasteltes „Riesenauto“, das verdeutlichen sollte, wie groß Autos aus Kindersicht sind. Zudem rollten die Verkehrssicherheitsberater einen Bremsteppich aus, der den Kindern, aber auch ihren Eltern deutlich machte, wie (erstaunlich) lang doch die Brems- und Anhaltewege von Autos sind. Daneben hatten KiTa-Leiterin Sabine Engel und Erzieherin Kerstin Kühn-Filser, die sich für die Südstädter KiTa in der AG „Neue Wege“ engagieren, unter anderem auch einen Hindernis-Parcours oder einen Kinder-Brems-Parcours organisiert. Dass die Kinder zudem an der Straße mit selbstgebastelten Plakaten und leuchtender Kleidung auf sich aufmerksam machten, ist derzeit ganz besonders aktuell: Gerade in der dunklen Jahreszeit ist das Unfallrisiko im Straßenverkehr für die Kleinsten besonders groß.

„Kinder sind spontan, nicht gut sichtbar und können den Verkehr nicht gut einschätzen – dafür wollen wir Eltern und Autofahrer sensibilisieren“, erläutert Verkehrssicherheits-Experte Michael Bartsch – die Eltern und Kinder aus der Carl-Schurz-Straße sind es nun sicherlich auf jeden Fall!

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