10.01.2012, 09.31 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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CDU Cronenberg: Ortsvereinschef Weigel „schmeißt hin“

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Zog nach den Veränderungen in der Rats-CDU die Konsequenzen: Andreas Weigel erklärte noch am selben Tag seinen Rückzug vom Vorsitz der Cronenberger CDU.

Zog nach den Veränderungen in der Rats-CDU die Konsequenzen: Andreas Weigel erklärte noch am selben Tag seinen Rückzug vom Vorsitz der Cronenberger CDU.

Zog nach den Veränderungen in der Rats-CDU die Konsequenzen: Andreas Weigel erklärte noch am selben Tag seinen Rückzug vom Vorsitz der Cronenberger CDU.

Nachdem der umstrittene Chef der CDU-Ratsfraktion, Bernhard Simon, und der weitere Fraktionsvorstand am gestrigen 9. Januar 2012 geschlossen ihren Rücktritt erklärten, schwappte die Welle der Veränderungen in der Wuppertaler CDU auch nach Cronenberg: Noch am Abend trat Andreas Weigel vom Vorsitz der Cronenberger CDU zurück. „Irgendwann ist es Zeit zu gehen und Veränderungen einzuleiten, die neue Wege und Ideen bringen“, schreibt der CDU-Stadtverordnete in einer Presseerklärung: „Die aktuellen Geschehnisse im Tal haben meinen Entschluss bestärkt, in diesem Jahr den Vorsitz der Cronenberger CDU in jüngere Hände zu legen.“ Nach dem Rückzug des Fraktionsvorstandes sei es eine logische Konsequenz, den Vorsitz der Cronenberger CDU-Ortsvereins ebenfalls niederzulegen.

Andreas Weigel hatte sich im Mai vergangenen Jahres, als es zum offenen Bruch in der CDU-Ratsfraktion und dem Austritt von acht Stadtverordneten kam, in einer gemeinsamen Erklärung mit dem zweiten Cronenberger CDU-Ratsherrn, Dirk Kanschat, hinter den umstrittenen Ex-Fraktionsvorsitzenden Bernhard Simon gestellt. In der Folge war es offenbar auch zu einem Bruch in der Dörper CDU gekommen: Die ehemalige Bezirksbürgermeisterin Ingeborg Alker wagte jedenfalls den Schritt in die Öffentlichkeit und rügte die Erklärung von Andreas Weigel in einem Leserbrief in der CW als „kein guter Stil“.

In seiner Pressemitteilung und der Rücktrittserklärung an die Mitglieder der Cronenberger CDU erwähnt Andreas Weigel, der die Dörper Christdemokraten seit 2006 führte, nichts von etwaigen Differenzen im Ortsverband. Nach dem Rücktritt des Vorstandes der Ratsfraktion gehe es ihm vielmehr darum, „den Neuanfang auch hier oben komplett zu machen“, so Weigel auf CW-Nachfrage. Nicht nur aber die Vorgänge im Tal gaben den Ausschlag – „ich bin auch mit bestimmten Vorgängen in Berlin nicht ganz glücklich“, so der 58-jährige CDU-Politiker weiter. Aber: Am 21. Dezember 2011, also nach Bekanntwerden der sogenannten „Grußwort-Affäre“, habe er sich endgültig zum Rücktritt vom Ortsvereinsvorsitz entschlossen.

„Ich mache reinen Tisch“, erklärt Andreas Weigel: „Aber ich werde mich nicht beleidigt aufs Altenteil zurückziehen.“ Seine Arbeit als Stadtverordneter, unter anderem ist der 58-jährige Oberstudienrat Vorsitzender des Verkehrsausschusses, will Weigel fortführen. Während die stellvertretende Cronenberger CDU-Vorsitzende Claudia Schmidt auf CW-Nachfrage nicht zu erreichen war, äußerte sich Bezirksbürgermeister Michael-Georg von Wenczowsky (CDU) relativ gelassen zum Weigel-Rücktritt: „Das ist nichts Außergewöhnliches – das kann immer mal passieren“, so Von Wenczowsky gegenüber der CW. Wann es zur Neuwahl kommt, ließ der Dörper Bürgermeister offen: „Wir werden das jetzt ganz in Ruhe vorbereiten – es drängt und eilt ja nichts!“

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