02.02.2012, 09.14 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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L 418: Kein „Schilda-Schild“, nur ein Hinweis…

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Bereits auf der Zufahrt zur L 418 (Fahrtrichtung Lichtscheid) wurde das neue Warn-Display (re. im Bild) aufgestellt - "alles in Ordnung", sagt der zuständige Landesbetrieb Straßen NRW dazu!

Einen typischen „Bürokraten-Bock“ vermutete ein CW-Leser, als er sich mit dem Hinweis bei der CW-Redaktion meldete, dass ein Display an der L 418-Zufahrt zum Tunnel Hahnerberg doch viel zu nah an der Auffahrt aufgestellt worden sei: „Da kann man doch gar nicht mehr reagieren, wenn der Tunnel gesperrt ist“, meinte der Leser, „da ist man doch schon auf der Auffahrt drauf und kommt nicht mehr zurück!“

In der Tat: Fürs „Laienauge“ zumindest steht das Display, das im Zuge der technischen Ertüchtigung des L 418-Tunnels (die CW berichtete) vom Landesbetrieb Straßen NRW aufgestellt wurde, so, dass Fahrzeuge im Falle einer Tunnel-Sperrung „in der Falle“ säßen, sprich auf der Auffahrt: Zumal die Zufahrt im Kurvenbereich liegt, fiele „im Ernstfall“ eine Reaktion schwer und könnte sogar zu unvorhersehbaren Manövern mit prekären Folgen führen.

Wie gesagt, das meint der Laie, Andreas Zenz vom Landesbetrieb Straßen NRW sieht das jedoch anders: Zenz gibt zwar zu, dass der Standort der „Prismen-Wand“ ein „Kompromiss nach den Möglichkeiten der Örtlichkeit“ sei. Von einem „Schilda-Schild“ kann jedoch keine Rede sein, denn es gehe ja gar nicht darum, im Falle eines Falles eine Auffahrt auf die Zufahrt zu der Landstraße zu verhindern. Das Display, so Zenz, sei nämlich gar nicht dazu gedacht, den Verkehr umzuleiten, sondern vielmehr ein Hinweis, vor dem Tunnel anzuhalten; Zenz: „Das Wichtige ist, dass der Verkehr anhält – das muss vor dem Tunnel gewährleistet sein!“

Alles weitere würden im Notfall dann die Einsatzkräfte vor Ort regeln. Und überhaupt: „Es ist ja nicht so, dass der Tunnel jede Woche dreimal gesperrt wird“, relativiert der Tunnel-Experte des Landesbetriebs.

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