15.02.2012, 10.24 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Brücke Papiermühle: Vielleicht Land in Sicht?

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"Einsturzgefahr!" steht auf dem Schild - bereits seit 2004 ist die Brücke Papiermühle gesperrt, aber noch nicht eingestürzt! Die Sanierungskosten wurden bereits im Jahr 2007 auf 230.000 Euro geschätzt - im günstigsten Falle!

"Einsturzgefahr!" steht auf dem Schild - bereits seit 2004 ist die Brücke Papiermühle gesperrt, aber noch nicht eingestürzt! Die Sanierungskosten wurden bereits im Jahr 2007 auf 230.000 Euro geschätzt - im günstigsten Falle!

"Einsturzgefahr!" steht auf dem Schild - bereits seit 2004 ist die Brücke Papiermühle gesperrt, aber noch nicht eingestürzt! Die Sanierungskosten wurden bereits im Jahr 2007 auf 230.000 Euro geschätzt - im günstigsten Falle!

Über die Wupper zu gehen ist – abseits des Sprichwortes – gar nicht so einfach: Die Müngstener Brücke und die Adlerbrücke Sanierungsfälle, die Kohlfurther Brücke erst nach energischem Einsatz der BiKB gerettet und die Brücke Papiermühle bereits seit dem Jahr 2004 gesperrt. Während für die Müngstener Brücke die Rettung vielleicht sogar als Weltkulturerbe in Sicht ist, scheint eine Lösung für die Wupper-Brücke zwischen der Solinger Hofschaft Papiermühle und dem Sudberger Wupper-Ufer weit entfernt.

Nachdem die Sanierung der Fußgängerbrücke 2005 noch mit rund 80.000 Euro veranschlagt wurde, werden für die Restaurierung der Wupper-Brücke an der Papiermühle mittlerweile schon 230.000 Euro angesetzt. Geld, das nicht da ist – auch die Solinger Haushaltskasse ist klamm, die Stadt Wuppertal verweigere sich konsequent eine Beteiligung, heißt es aus Solingen! Weitere Schwierigkeit: Die Eigentumsverhältnisse sind nicht ganz klar. Der Solinger Teil soll einem Unternehmer beziehungsweise einer seiner Firmen gehören; die Wuppertaler Hälfte hingegen stehe im Eigentum der Bundesverwaltung, heißt es. Andere Stimmen behaupten, dass die Querung seit 1941/42 im Besitz der Stadt Solingen sei. Die Stadt hingegen erklärte erst vor wenigen Tagen in einem Sachstandsbericht, dass ihr die Wegeverbindung und die Brücke nicht gehörten, sondern sie vielmehr im Eigentum des Rechtsnachfolgers der ehemaligen Papierfabrik Jagenberg stünden.

Kein Geld, Unklarheiten um die Besitzverhältnisse und darum, wer die Sanierungskosten tragen könnte – die Zeche zahlen derweil die Spaziergänger: Der betreffende beliebte Wanderweg endet vor der gesperrten Brücke, zwischen Kohlfurth und Müngsten gibt es für Wanderer keine Möglichkeit die Wupper zu überqueren; zumindest trockenen Fußes! Laut Pressemeldungen gibt es einen neuen Eigentümer der Gewerbefläche „Papiermühle“ und damit auch neue Bewegung in der Brücken-Frage: Laut Mitteilung der Klingenstadt
hat der Investor bei der Verwaltung angeklopft, um in der Solinger Hofschaft Wohnbebauung zu schaffen. „Im Zuge dieses Verfahrens soll auf jeden Fall der Bau einer Brückenverbindung wieder aufgegriffen werden“, heißt es in der Vorlage des Solinger Stadtdienstes Natur und Umwelt zur letzten Sitzung des dortigen Stadtentwicklungs-Ausschusses Ende Januar.

Geht die Brücke Papiermühle also vielleicht doch nicht (sprichwörtlich) „über die Wupper“…

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