09.08.2012, 12.10 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Vom Gelpetal in die Freiheit: Elf Turmfalken ausgewildert

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Päppeln seit Jahren Greifvögel wieder auf: Stadt-Förster Christian Buschmann (li.) und Forstwirt sowie Falkner Winfried Bösefeldt mit einem der Turmfalken, die in den vergangenen sechs Wochen in der Aufzuchtstation im Gelpetal fit für die Wuppertaler Wildnis gemacht wurden.

Sechs Wochen lang wurden sie von Stadt-Förster Christian Buschmann und Forstwirt sowie Falkner Winfried Bösefeldt aufgepäppelt, am heutigen Donnerstag, 9. August 2012, wurden sie in die Wuppertaler Lüfte entlassen: Elf Turmfalken, die in der städtischen Greifvogel-Pflegestation im Gelpetal fit für die Wuppertaler Wildnis gemacht wurden. Etwa 60 Turmfalken, so schätzen die „Pflegeeltern“ Christian Buschmann und Winfried Bösefeldt, gibt es in der Stadt; nach dem Bussard sind die schönen Falken, die eine Flügelspannweite von 75 Zentimetern besitzen, die häufigsten Greifvögel im Tal.

Und das Jahr 2012 war ein besonders gutes Greifvogel-Jahr: Weil es offenbar viele Mäuse gibt, legten die Altvögel auch viele Eier – statt der üblichen drei bis vier lagen zumeist sechs Eier in diesem Jahr in den Nestern. Das überforderte offenbar viele Brutpaare; gepaart mit dem wechselhaften, regnerischen Wetter sorgte das dafür, dass insgesamt 19 ausgehungerte Jung-Turmfalken in städtische Obhut „eingeliefert“ wurden. Bereits seit Mitte der 1980er Jahre gibt es die Greifvogel-Pflegestation im Gelpetal – ob Sperber, Merlin, Roter Milan oder Baumfalke, die städtische Station kümmert sich um sämtliche heimischen Greifvögel, die Hilfe benötigen. So haben Christian Buschmann und Winfried Bösefeld übrigens auch die Wanderfalken unter ihren Fittichen, welche seit sechs Jahren an den Schornsteinen der Heizkraftwerke Elberfeld und Barmen nisten – in diesem Jahr übrigens mit insgesamt vier Jungtieren.

Und wie ist es für die städtischen „Pflegeltern“, die elf Turmfalken in die Freiheit zu entlassen? Nicht anders, als für „normale“ Eltern, wenn die Kinder „flügge“ werden: „Das ist ein gutes Gefühl und ja Sinn der Sache“, sagen Christian Buschmann und Winfried Bösefeldt: „Wir hoffen, dass sie draußen gut klar kommen!“

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