15.09.2012, 18.12 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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„Kontakthof“: Oliver Brick lädt zu Kultur, Kulinaria & Klönen

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Lehnt sich mit seinem Konzept weit aus dem Fenster, ist aber überzeugt vom Erfolg: TiC-Schauspieler Oliver Brick eröffnet Anfang Oktober 2012 den "Kontakthof", der zu einem Wuppertaler Kleinkunst-Mekka werden soll.

Gleich neben an zog Mamat’s Movie World einst die Wuppertaler Kino-Fans an die Kleine Klotzbahn. Diese Zeiten sind lange vorbei, ab Herbst soll in der Ecke der Elberfelder Innenstadt wieder Trubel sein: In der Genügsamkeitstraße 11 eröffnet am 5. Oktober 2012 der „Kontakthof“. „Bühne – Café – Event“ lautet der Untertitel der neuen Lokalität: Im „Kontakthof“ wird man nicht nur Kaffee und Kuchen oder Bier und Wein zu Baguettes und anderen Snacks genießen können; auf der Kontakthof-Karte stehen auch kulturelle „Schmankerl“: Lesungen, Chanson-Abende, Theater, Musical, Plattkaller-Veranstaltungen, Konzerte, Ausstellungen, Talks und, und, und – der „Kontakthof“ schickt sich an, eine Nahtstelle des Kulturlebens im Tal zu werden.

Kontakthof-Premiere mit Zarah-Abend des „TiC-Weggefährten“ Kristof Stößel

Die Initiatoren sind auch im CW-Land bekannt: Mit Investor Dirk Emde, dem Vorsitzenden des Fördervereins TiC-Club, im Rücken wird Oliver Brick den „Kontakthof“ betreiben. Der 31-jährige Sänger, Schauspieler und Autor zählt seit 2006 zum Ensemble der Cronenberger Theaters und war von 2007 bis Ende 2011 TiC-Verwaltungsleiter. Insofern verfügt Oliver Brick über beste Kontakte zur Wuppertaler Künstlerszene, sodass es sich bereits sehen lassen kann, was im Kontakthof“ zu erleben sein wird: Zur Premiere am 5. Oktober 2012 wird Kristof Stößel den Abend „Zarah ‘47“ mit Sängerin Angela H. Fischer  auf die Kontakthof-Bühne bringen. Zuletzt feierten Fischer und Stößel mit der Knef-Revue „Für mich soll´s rote Rosen“ im TiC einen großen Erfolg, am 7. Oktober wird der Knef-Abend nun im „Kontakthof zu erleben sein.

Daneben laufen Kooperationsgespräche mit dem TiC und dem TalTon-Theater, Thorsten Hamer (Leo-Theater) hat bereits seine Zusage für Auftritte mit dem Stück „Allein in der Sauna“ gegeben und Sabine Misiorny und Tom Müller, die gerade erst im TiC das Stück „Sechs Tanzstunden in sechs Wochen“ auf die Bühne brachten, werden den „Kontakthof“ als Wuppertaler Spielstätte für ihr „m&m-theater“ nutzen. Zudem steht fest, dass Sängerin Annette Konrad mit Evergreens, Swing und Chansons in der Genügsamkeitstraße gastieren wird, Schauspielerin und Autorin Jana Voosen wird eine Lesung geben, Lore Duwe kommt mit ihrem Plattkaller-Abend und auch an Musical-Star Patrick Stanke ist Oliver Brick „dran“: „Wuppertal hat einiges künstlerisch zu bieten“, sagt Brick zu seinem Konzept: „Mir geht es darum, all diese Potenziale, all diese Künstler an einem zentralen Ort zusammenzuführen.“

Kontakthof: Platz für 70 Zuschauer und drei Bühnen

Dabei sieht Brick seinen „Kontakthof“ nicht in Konkurrenz zu anderen Kulturstätten, sondern vielmehr als Ergänzung, die Synergieeffekte schafft und die Attraktivität kleiner Bühnen sogar steigern könne. Beispiel: Muss das TiC eine gut laufende Produktion absetzen, weil die nächste Premiere auf der Matte steht, so könne man das Stück nicht nur im Kontakthof weiter spielen, sondern auf diese Weise im zentralen Elberfeld sogar Zuschauer gewinnen, die bislang noch nicht den Weg nach Cronenberg fanden. „Ich glaube an diese Stadt und freue mich sehr“, ist Oliver Brick überzeugt von seinem „Kontakthof“-Konzept: „Wuppertal hat die kulturellen Möglichkeiten und das Publikum!“ Apropos Publikum: Im rund 250 Quadratmeter großen Kontakthof werden rund 70 Besucher Platz finden, je nach Art der Vorstellung stehen drei Bühnen zur Auswahl. Ebenso wie beim Programm setzt Oliver Brick auch beim Ambiente auf „Stil“: „Shabby Chic“ wird dabei den Ton angeben, heißt eine Mischung aus „Histörchen“, Kuriosem sowie Eleganz.

Stilvolles Ambiente im „Shabby Chic“

Beispiele dafür sind ein riesiger Spiegel mit barockem Goldrahmen, drei gußeiserne Öfen aus dem Jahre 1886, ein üppiger norwegischer Lampenschirm aus Schweinsblase oder auch französische Kristall-Wandleuchter – der „shabby chic“ wird sogar im Sanitärbereich dafür sorgen, dass selbst ein „Austritt“ im Kontakthof“ alles andere als „08/15“ ist! Die Gäste werden zudem in bequemen Clubsesseln oder auf Lesersofas ebenso tagsüber wie am Abend das kulinarische Angebot genießen können, wobei Oliver Brick auch bei der Karte auf das Besondere setzt: Angefangen von der Cola-Marke über das Bier bis zum Wein, von den Antipasti über die Snacks bis zu den Büfetts – der Kontakthof setzt auf ausgewählte Getränke und besondere Kulinaria.

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist – Karten für den Eröffnungsabend mit „Zarah ‘47“ am 5. Oktober 2012 sowie weiteren Vorstellungen gibt es bereits über wuppertal-live.de. Mehr Infos zum Kontakthof online unter www.kontakthof-wuppertal.de.

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