24.05.2013, 14.40 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Manuelskotten: Mühlenfest erwies sich als „regenfest“!

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Für Kinder war wieder einiges los: Beim Mühlenfest am Manuelskotten konnten sie Wasserräder bauen, schmieden oder auch den Märchen von Karl-Heinz Suika (re.) lauschen.

Betrübt schauten Reinhard Grätz, Vorsitzender des Fördervereins Manuelskotten e.V., und seine Mitstreiter am Pfingstmontag, 20. Mai 2013, in den trüben Himmel: Regen war zwar einst ein „Arbeitselixier“ der Schleifer im Manuelskotten, denn ohne (Regen-)Wasser im Kaltenbach standen die Schleifsteine still und es lief buchstäblich gar nichts im Kotten. Diese Zeiten sind allerdings längst Geschichte und für das Mühlenfest, zu dem der Förderverein Manuelskotten anlässlich des Deutschen Mühlen-Tags wieder einlud, war das „Wasser von oben“ wenig zuträglich.

Auch am Mittag blieb es trüb über dem Kaltenbachtal, aber Petrus schloss immerhin die Schleusen: Zwar blieb die Sonne versteckt, aber so hatten zumindest die Helfer des Fördervereins Grund zum Strahlen – das Fest am Manuelskotten fiel nicht ins Wasser, es ging doch noch ziemlich „trubelig“ rund um und in dem lebendigen Industriedenkmal im Kaltenbachtal zu.

Märchenerzähler, Kinderschmied, Wasserräder-Bauen: Viel los für kleine und große Besucher

Hier wurde ja auch wieder einiges geboten, was einen Ausflug – ob zu Fuß oder mit den anlässlich des Straßenbahnfests fahrenden Bergischen Museumsbahnen – lohnte: Märchenerzähler Karl-Heinz Suika hatte ob der Wettertristesse zwar nicht am Stauteich „Quartier“ bezogen; aber im (Museums-)Obergeschoss des Kottens konnten die kleinen Fest-Besucher „wetterfest“ seinen märchenhaften Erzählungen an diesem Pfingstmontag vielleicht sogar noch besser lauschen.

Richtige Schlangen bildeten sich besonders an zwei Ständen: Um die lodernde Esse des Kinderschmieds standen Kinder und Erwachsene mit großen Augen und schauten zu, wie auf dem Amboss glühend-rotes Eisen zum Beispiel zu Buchstaben geschmiedet wurde – klar, dass die Kinder dabei auch selbst den Schmiedehammer schwingen durften. Im Kotten-Inneren waren Fördervereins-Vize Michael Clauberg und seine Helfer im „Fest-Stress“: Viele Kinder wollten bei ihnen kleine Wasserräder bauen, um sie anschließend – ein paar Meter weiter den Stauteich entlang – direkt am Kaltenbach auszuprobieren.

„Maschinenraum“ des Kottens lockte mit Wasserrad, Dampfmaschine & Co.

Im Zuge der auch diesmal wieder sehr beliebten Wasserräder-Aktion konnten die Besucher ebenso einen Schleifer „in Aktion“ erleben: Wolfgang Molkenthin vom Förderverein saß unermüdlich am Schleifstein, um den kleinen Hölzern für die Räder „den rechten Schliff“ zu verpassen. Im Hintergrund brachte Ehefrau Bärbel Molkenthin Qualitätsmesser aus Solingen an den Fest-Besucher, während Rainer Bauermann im „Maschinenraum“ des Manuelskottens die Funktionsweisen des mächtigen Wasserrads oder der historischen Dampfmaschine und des Dieselmotors erläuterte.

Dafür, dass nicht nur der Wissenshunger gestillt wurde, sondern auch für das leibliche Wohl gesorgt war, sorgten Grillwürstchen sowie die Damen des Cronenberger SC: Mit Bergischen Waffeln oder auch Milchreis mit Zucker und Zimt sorgten sie „landestypisch“ für die Stärkung der Besucher. Der Wein am Stand der CSC-Damen kam allerdings nicht aus dem Bergischen – Kunststück: Bei einem solchen Pfingst-Wetter! Dennoch: „Ich war vor allem überrascht, wie viele Familien mit Kindern die Regenjacken angezogen und vorbeigeschaut haben – Ausflüge vor der Haustür scheinen offensichtlich im Trend zu sein“, zog Wolfgang Molkenthin ein positives Fest-Fazit – das Mühlenfest am Manuelskotten scheint also „regenfest“ zu sein! Mehr Infos zum Manuelskotten gibt es online unter www.manuelskotten.de/

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