20.08.2013, 11.50 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Schulbusse: WSW kappen Linie von Sudberg zum Schulzentrum

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Für Schüler aus dem Cronenberger Süden wird die morgendliche Fahrt zum Schulzentrum Süd ab dem neuen Schuljahr nicht mehr am Busbahnhof am "Süd" enden. Foto: Archiv

Wenn Anfang September 2013 wieder die Schule beginnt, dann kehren die Pennäler hoffentlich erholt aus den Sommerferien in ihre Klassenzimmer zurück. Besonders ist das den Schülern des Schulzentrums Süd zu wünschen, die im Cronenberger Süden zu Hause sind: Wenn sie morgens per Schulbus der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) zum Schulzentrum Sud fahren, dann steht für sie ab dem neuen Schuljahr 2013/14 zusätzlich ein „Fußmarsch“ auf dem Stundenplan: Die WSW kappen die Schulbus-Verbindung aus Sudberg zum Schulzentrum.

Wie Stadtwerke-Sprecher Holger Stephan gegenüber der CW bestätigt, wird der morgendliche Sudberger Einsatzwagen zukünftig nur noch bis zur Haltestelle „Hahnerberg“ verkehren – ab hier müssen die betroffenen Schulzentrum-Schüler dann zu Fuß oder mit einem anderen WSW-Bus weiter zum Jung-Stilling-Weg. Beim mittäglichen Schulbus-Verkehr vom Busbahnhof am „Süd“ zurück in die Quartiere wird es indes keine Veränderungen geben.

Hintergrund der WSW-Maßnahme: Durch die Strecken-Verkürzung, erklärt Holger Stephan, können die Stadtwerke einen Gelenkbus einsparen. Der E-Bus fährt vom Hahnerberg direkt nach Ronsdorf, wo er nahtlos weiter eingesetzt werden kann. Von der Einschränkung, übrigens der einzigen im Schulbus-Verkehr in Wuppertal, sind nach Stadtwerke-Angaben maximal 40 Schüler aus dem Cronenberger Süden betroffen. „Wir wissen, dass das weh tut“, räumt Pressesprecher Stephan nach ersten Reklamationen von betroffenen Schüler-Eltern ein: „Aber wir finden, dass das zumutbar ist.“ Es gehe lediglich um eine Distanz von 500 Metern zum Schulzentrum, „das ist ein sicherer Schulweg“, so Holger Stephan abschließend.

Die betroffenen Schulen im Schulzentrum Süd beziehungsweise manche Schüler-Eltern halten die WSW-Maßnahme indes nicht für zumutbar: Nach CW-Information soll eine Petition an die Stadtwerke in Vorbereitung sein…

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Lesermeinungen zu diesem Artikel

  1. Katja de Groot
    20.08.2013, 13:49 Uhr   |   Direktlink

    Das ist ja wohl eine absolute Frechheit!Immer wird auf Kosten der Kinder Einsparungen getätigt. Im letzten Jahr wurde schon ein Schulbus gekürzt sodaß die Schüler nach Sudberg nicht mehr die Möglichkeit hatten mit zwei Bussen nach Hause zu fahren, da war es nur noch einer und nun dieses Jahr fährt er nicht mehr bis zur Schule! Was passiert im nächsten Jahr?? Fährt die WSW die Kinder gar nicht mehr zu Schule?

  2. Peggy Konarski
    23.08.2013, 08:59 Uhr   |   Direktlink

    Wenn ich solche Artikel über den Ort, in dem ich mich die letzten 15 Jahre zuhause fühlte, werde ich immer wieder in meiner Entscheidung gestärkt, Wuppertal für immer den Rücken zu kehren. In anderen Gegenden deutschlands werden gerade junge Menschen dafür begeistert sich auch im späteren Leben für ÖPNV und CarSharing zu entscheiden durch ein immer besser werdendes ÖPNV-Angebot (rühmliche Ausnahme ist immer noch die Bahn-Aktiengesellschaft).
    Jetzt lebe ich in Dresden und habe mein Auto abgeschafft, hier brauche ich es nicht mehr, selbst nachts komme ich mit dem ÖPNV überall hin. Hingegen in Wuppertal wird dieser immer unatraktiever und schafft sich so bald selbstab. Ist dies gewollt bzw. beabsichtigt?
    Zuletzt musste ich noch miterleben, wie die Linie 633 auf eine stündliche Fahrt verringert wurde. Einen Zubringer der vorher schon Aufgrund seines schlechten Fahrplanes und Linienführung Probleme mit der Auslastung hat, wird nun so der entgültige Totesstoß verpasst. So musste eine Verein die Versorgung der Nebengebiete sichern, da in den letzten Jahrzehnten zuviel gestrichen wurde.
    Wäre es nicht sinnvoller, eine komplette Überarbeitung des ÖPNV in Wuppertal? Vor 10-20 Jahren wurde dies in Dresden gemacht, mit jahrelangen Umfragen im ÖPNV über dessen Nutzung und Gründe der Nichtnutzung, und daraus ist etwas zukunftsweisendes Entstanden.
    Also Wuppertal, nicht weiter eure Einwohner vergraulen sondern positive Beispiele suchen und mal weiterentwickeln und umsetzten, und nicht nur kürzen und negative Beispiele einbringen.
    Wuppertal und besonders Cronenberg hat so viel Potential, welches immer weiter verwirkt wird. Wuppertal, wache endlich auf!

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