02.10.2013, 12.29 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

0 Kommentare

Bundesfinale: Bayer-Realschule empfing ihre Vizemeister

Artikelfoto

Die erfolgreichen Schulfußballer der Bayer-Realschule. Ihre Trainer Axel Kilz (mi. li) und Michael Bergenthal (mi. re.) sowie FBR-Leiter Hartmut Eulner wurden vom Betreuungsverein und den Spieler-Eltern mit großformatigen Bildern des Erfolgsteams überrascht. Zudem gab's für jeden Spieler eine Kopie der Vizemeister-Urkunde - auf original Zeugnispapier! Ebenso gratulierten Heiner Koch vom städtischen Sportamt (4.v.re mi.) sowie Gabriele Klein vom “SchulService” der Stadtsparkasse (re. mi.) und Hartmut Gose, der FBR-Fördervereinsvorsitzende (2.v.re.mi.). Der Förderverein und die Stadtsparkasse hatten die Berlin-Fahrt finanziell unterstützt.

Nach ihrer Rückkehr von der Teilnahme am Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ (JTFO), wo sie in der vergangenen Woche deutscher Schulsport-Vizemeister wurden (die CW berichtete), ehrte die Friedrich-Bayer-Realschule (FBR) ihre erfolgreichen B-Jugend-Fußballer am Montagabend, 30. September 2013, mit einem Empfang. „Es gibt auch schöne Anlässe in der Schule“, sagte FBR-Leiter Hartmut Eulner an die Adresse von Kapitän Dominik Kaiser und seine Mannen: „Heute Abend ist ein solcher!“ Die FBR-Elf mit ihren Trainern Michael Bergenthal und Axel Kilz habe mit dem Gewinn der Vizemeisterschaft etwas geschafft, was es seit mindestens 50 Jahren nicht mehr im Wuppertaler Schul-Fußball gegeben und sogar noch nie eine Realschule erreicht habe: „Das ist eine sensationelle Sache“, unterstrich Hartmut Eulner: „Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie stolz wir auf euch sind!“

Platz 2 unter 10.000 Schulen: „Ich kann’s immer noch nicht glauben“

FBR-Leiter Eulner berichtete weiter, dass er in ständigem Handy-Kontakt zu seinen beiden Sportlehrern in Berlin gestanden habe; auch CFG-Leiter Karl W. Schröder, auf das mittlerweile drei Schüler übergewechselt sind, habe sich bei ihm stets informiert. Als er vom Sieg über Mainz im Elfmeterschießen und dem Einzug ins Finale erfuhr, gingen bei Hartmut Eulner offenbar die Pferde durch: „Da muss ich auf dem Pausenhof solche Geräusche gemacht haben, dass die CFG-Kollegen besorgt nach mir schauten“, schmunzelte der Schulleiter. Dass die Begeisterung des fußballbegeisterten FBR-Leiters begründet war, wurde im Rahmen des Empfangs mit Zahlen und Fakten unterstrichen: Im Gesamtfeld von bundesweit rund 10.000 gestarteten Mannschaften in der B-Jugend-Altersklasse habe man es auf den 2. Platz geschafft – „ich kann es immer noch nicht ganz glauben“, gab Erfolgstrainer Michael Bergenthal zu Protokoll.

Final-Niederlage gegen Sport-Eliteschule mit eingespieltem Elite-Team

FBR-Leiter Hartmut Eulner verwies nicht nur darauf, dass es das Bergenthal/Kilz-Team in Berlin mit topgeförderten und bestausgestatteten Sportschulen sowie Eliteschulen des Sports zu tun gehabt habe, Eulner ordnete auch die 0:11-Finalniederlage gegen den Sachsen-Meister ein: Das Landesgymnasium für Sport Leipzig, eine Eliteschule des Sports in Trägerschaft des Freistaates Sachsen, bietet mit angeschlossenem Internat sechs Sportstunden pro Woche mit Sportlehrern und Trainern, davon vier Stunden in der jeweiligen Profilsportart. Nicht umsonst würdigt das Landesgymnasium auf seiner Internet-Seite, dass seit seiner Gründung im Jahre 1952 hier 60 Olympiasieger, 169 Welt- und Europameister sowie weitere zahlreiche Medaillengewinner hier die Schulbank drückten.

Letztes Bergenthal-Turnier: „Schön, dass er das noch erleben durfte!“

Alle JTFO-Spieler, so berichtete die CW bereits, stehen in Diensten von Red Bull Leipzig, sogar fünf Akteure hätten schon B-Jugend-Nationalmannschaft gespielt, wusste Hartmut Eulner. Auf der anderen Seite schickten Michael Bergenthal und Axel Kilz eine „bunte Truppe“ aus Spielern des Cronenberger SC, TSV Ronsdorf, des WSV oder auch von Fortuna Düsseldorf aus Feld, die sich nach der Sommerpause lediglich zu einem Testspiel vor dem Bundesfinale traf: „Insofern ist eure Leistung noch höher zu würdigen“, attestierte Hartmut Eulner seinen Vizemeistern. Zugleich ordnete der FBR-Leiter den Erfolg auch an die Adresse von Sportlehrer Michael Bergenthal ein: 30 Jahre lang habe der FBR-Lehrer bei Wind und Wetter bei Schulsport-Wettbewerben an der Seitenlinie gestanden, ausgerechnet bei der letzten Teilnahme vor der Pensionierung im Februar 2014 stellte sich nun der größte Erfolg ein: „Schön, dass er das nochmal erleben durfte“, sagte Hartmut Eulner und zeigte sich zugleich überzeugt: „Mit Axel Kilz haben wir einen guten Ersatz gefunden.“

Am 17. Oktober: OB-Empfang im Rathaus

Übrigens: Wie Hartmut Eulner seinen Fußballern, ihren Trainern sowie den Schülereltern berichtete, ist mit der JTFO-Siegerehrung in der Max-Schmeling-Halle sowie dem Empfang in der Mensa des Schulzentrums Süd der Feier-Marathon für die deutschen Vizemeister noch nicht beendet: Für den 17. Oktober hat OB Peter Jung die FBR-Fußballer ins Rathaus Barmen eingeladen und im Anschluss wird es für den erfolgreichsten NRW-Teilnehmer beim JTFO-Bundesfinale auch einen Empfang in Düsseldorf geben. Zudem dürfte den Vizemeistern vom Küllenhahn auch eine Einladung zur alljährlichen Wuppertaler Sportjugendmeisterehrung im Frühjahr 2014 sicher sein.

Den Artikel teilen:

Lesermeinungen zu diesem Artikel

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Veröffentlichte Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Bitte achten Sie bei Ihrer Meinungsäußerung unbedingt auf einen respektvollen Umgang anderen gegenüber. Beleidigungen, werbliche Einträge sowie Kommentare ohne Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse werden nicht veröffentlicht.