08.10.2013, 16.24 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Gemeindefest: Pastoren als Ballon-Steuermänner

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Ein Gemeindefest an Erntedank - klar, dass da im Zentrum Emmaus Herbstliches wie Kürbisse, Heidekraut, Drachen & Co. hoch im Kurs standen...

Im Juni 2012 feierte die Evangelische Gemeinde Cronenberg mit einem Gemeindefest die Einweihung ihres neuen „Zentrums Emmaus“. Ob vom Wetter her, dem Zuspruch oder der Stimmung – der Fest-Tag war in jeder Hinsicht ein Erfolg; Grund genug für die Gemeinde, am vergangenen Sonntag, 6. Oktober, erneut zum Gemeindefest einzuladen. Die Einweihung eines 1,3 Millionen Euro teuren, schmucken Gemeindezentrums wurde zwar nicht begangenen; nicht zuletzt, weil das Erntedankfest anstand, wurde aber auch so „groß“ gefeiert: Nach dem Startschuss mit einem sehr gut besuchten Familiengottesdienst in der Reformierten Kirche pilgerten die Gemeindemitglieder zahlreich zum Zentrum Emmaus, wo bis in den Nachmittag hinein ein herbstlich-buntes Programm geboten wurde.

Andreas Butz und sein achtköpfigen Orga-Team wurden für ihre wochenlangen Planungen mit goldenem Oktober-Wetter belohnt, sodass die zahlreichen Besucher Kaffee und Kuchen oder auch Kartoffelsuppe, Bio-Grillwürste, Zwiebeltaschen und Bier oder Limonade gemütlich in der Oktober-Sonne auf den Terrassen vor und erstmals auch hinter dem Zentrum Emmaus genießen konnten. Hier wie auch im Zentrum selbst hatten die Helfer mit Strohballen, Kastanien, Kürbissen und Sonnenblumen oder auch Heidekraut für den passenden (Tisch-)Schmuck gesorgt, sodass auch für einen stimmungsvollen Rahmen garantiert war.

Dafür, dass auch jede Menge Musik in dem Gemeindefest-Tag drin war, garantierten Kantor Martin Ribbe und seine Ensembles: Auftritte des Neuen Chores Cronenberg, des Jugendchores Spell88 sowie von Spell-Solisten mit Charts-Liedern gaben sich auf der Bühne im Zentrum den Staffelstab in die Hand. Vor der Tür „hauten“ zudem Paul Rapp & Co. in die Saiten, zum Abschluss stieß zudem der Bläserkreis der Gemeinde auf der Bühne „in die Hörner“. Das Fest-Programm komplettierten eine Lesung einer herbstlichen Geschichte und eine Ausstellung der Mal-Gruppe der Gemeinde, nicht zuletzt konnten Interessierte auch der Reformierten Kirche in den Turm steigen.

Eine „Ballonfahrt der besonderen Art“ als Hauptgewinn

Während die kleineren Fest-Gäste auf der Hüpfburg, an der Schokokuss-Wurfmaschine oder auch beim Kartoffelstempeln voll auf ihre Kosten kamen, gab es passend zum Erntedankfest noch zwei weitere Programmpunkte: Tim Polick führte eine Versteigerung von Erntegaben durch, welche die Besucher zuvor gespendet hatten, zudem waren bei einem herbstlichen Gewinnspiel die Schätz-Fähigkeiten der Besucher gefragt. Wie viele Kastanien füllten eine große Vase, lautete dabei die Fragestellung und nur Andreas Butz wusste die Antwort: Exakt 1.071 Früchte hatte Butz in die Vase gesteckt und Brinja Toth kam mit ihrer Schätzung von 1.000 Kastanien der richtigen Antwort am nächsten.

Damit gewann die Cronenbergerin den ersten Preis, eine Ballonfahrt mit den Pastoren Thomas Hoppe und Ulrich Weidner. Allerdings keine der üblichen Art, sondern eine eher außergewöhnliche Tour: Brinja Toth durfte in einem mit Ballons geschmückten Bollerwagen Platz nehmen und wurden von den beiden Dörper Geistlichen dann rund ums Zentrum Emmaus „kutschiert“ – eine kurze Sperrung der Hauptstraße inklusive. Die barrierefreie Rampe vom Zentrum auf den Bürgersteig geriet die „Ballonfahrt“ den beiden „Steuermännern“ zwar kurz etwas außer Kontrolle, Brinja Toth fühlte sich allerdings dennoch zu jeder „Fahrt-Zeit“ in sicheren Händen: „Das war traumhaft“, schmunzelte die Hauptgewinnerin im Anschluss, „die Autofahrer haben sich bestimmt gefragt: ‚Was ist das denn…‘.“

Keine Frage indes war kurz vor Schluss, wie das Gemeindefest verlaufen war: „Ich fand’s gut“, freute sich Andreas Butz, dass sich nicht nur das Abzählen der Kastanien, sondern auch die sonstigen Mühen der zahlreichen Organisatoren und Helfer gelohnt hatten. Freuen konnte sich übrigens auch ein Hilfsprojekt in Namibia – der Reinerlös des Gemeindefests ging komplett in das südwestafrikanische Land.

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