Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

10.12.2014, 13.42 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Kaufhaus Buß: Fassade wird aus dem Dörnröschenschlaf erweckt

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Wie auf dieser historischen Postkarte rechts zu sehen, soll die Fassade des heutigen Kaufhauses Buß einst ausgesehen haben. Hier ist erkennbar, dass es sich bei dem Kaufhaus nicht um ein Haus, sondern vielmehr um zwei Gebäude handelt. Quelle: "Cronenberg – Menschen, Daten und Fakten" von Dr. Uwe Eckardt.

In den 1960er und 70er Jahren war es Mode, Fassaden von Geschäftshäusern zu verkleiden. Was damals modern war, entspricht heute vielfach nicht mehr dem Zeitgeist, weshalb die überholten Verblendungen wieder entfernt werden. Gelungene Beispiele dafür sind das “Haus Fahrenkamp” oder auch das frühere Fritzsche-Haus am Wall – nach ihrer “Entkleidung” gelten sie heute als arichtektonische “Prunkstücke” in der Elberfelder Innenstadt.

Eine ähnliche Aussicht hat das Kaufhaus Buß an der Hauptstraße: Die Inhaber-Familie wird voraussichtlich in der kommenden Woche damit beginnen, die Fassaden-Verkleidung mit dem Charme der Sechziger des Traditionshauses in der Cronenberger Ortsmitte freilegen zu lassen. Ganz so wie einst wird die Front aber nicht wieder hergestellt, verriet ein Mitglied der Eigentümer-Familie schon einmal gegenüber der CW. Moderne Ansprüche an zum Beispiel energetische Sanierung würden vielmehr mit der historischen Substanz kombiniert.

Mehr wollte die Eigentümer-Vertreterin zu dem Vorhaben nicht verraten. In Kürze werden sich die Passanten in der Dörper Ortsmitte allerdings im wahrsten Sinne ein Bild vom zukünftigen Aussehen machen können: Während der Fassaden-Arbeiten wird an dem Baugerüst ein Transparent angebracht, auf dem eine Animation der neuen Front des Kaufhauses Buß zu sehen sein wird.

Übrigens: Das Kaufhaus an der Hauptstraße 25-27 bleibt während Fassadenarbeiten geöffnet – die Kunden von Heinz Buß können hier also in den kommenden Wochen wie gewohnt und ohne Behinderungen ihre Einkäufe erledigen. Und sich schon einmal darauf freuen, dass die Dörper Ortsmitte künftig um ein Schmuckstück bereichert sein wird…