Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

08.05.2015, 09.24 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„Shared Space“: CDU Cronenberg kontert die SPD-Kritik

Artikelfoto

Kann man die Cronenberger Ortsmitte durch die Einrichtung eines „Shared Space“ attraktiver machen? Das wollte die SPD in Erfahrung bringen und scheiterte an einem Patt in der Bezirksvertretung.

Nach dem Nein der CDU zu einem „Shared Space“-Antrag der SPD in der Bezirksvertretung (BV) Cronenberg (die CW berichtete), wehrt sich CDU-Vorsitzender Thomas Gaffkus-Müller gegen die Kritik der Sozialdemokraten: Die Dörper SPD scheine jedes Augenmaß zur Finanzierbarkeit und Priorisierung von Maßnahmen verloren zu haben, heißt es in einer Mitteilung der Cronenberger CDU.

Angesichts der Finanzlage der Stadt bezeichnet es CDU-Chef Gaffkus-Müller als „geradezu abenteuerlich, solche Maßnahmen wie „Shared Space“ prüfen zu lassen“: Schon eine Prüfung koste schließlich bereits Steuergelder und binde Personalkapazitäten im Rathaus – „aufgrund der Haushaltslage der Stadt sind unseres Erachtens zurzeit keine freien personellen und finanziellen Kapazitäten für Dinge vorhanden, welche schon mehrfach in Cronenberg unter Federführung des CHBV geprüft worden sind“, verteidigt der Cronenberger CDU-Vorsitzende das Nein seiner Fraktion in der BV.

Abgesehen davon sieht die CDU die „Shared Space“-Idee der SPD aber auch aus anderen Gründen kritisch: Der Durchgangsverkehr müsse von der Hauptstraße auf die Lindenallee und Rathausstraße verlagert und die Busverbindungen neu getaktet werden. Zudem fielen zugunsten von Bistro-Tischen Park- und Andienungsmöglichkeiten für die Anwohner und Geschäftsleute weg, welche die Einrichtung eines „gemeinsam genutzten Raumes an der Hauptstraße sogar noch mitzufinanzieren hätten – das Fazit von Thomas Gaffkus-Müller: „Die SPD handelt hier nach dem Motto ,Mit Geld anderer Leute kann man gut umgehen’.“