Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

26.05.2015, 19.46 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Gemeindejugend: Wer bringt die „Bullischrauber“ ins Rollen?

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Ein Lenkrad haben sie schon, fehlt nur noch der VW-Bus dazu: Natascha Butz (li.), Dalia Sanque (re.), Tim Gelbrich (2.v.r.), Dennis Eerenstein (2.v.l.) sowie Martin Ribbe (hi. li.) und Andreas Butz.

„Natürlich wissen wir in der evangelischen Kirche, dass der Glaube Berge versetzen kann“, schreibt Achim Schmidt: „Wir wissen auch, dass uns Gottes Engel durch unser Leben tragen können“, so der Jugend-Diakon der Evangelischen Gemeinde Cronenberg weiter. Dennoch sind Achim Schmidt und die Gemeindejugend auf der Suche nach einem fahrbaren Untersatz – man ist schließlich auch pragmatisch: Im Alltag sei es oftmals zielführender, über ein Fahrzeug zu verfügen, gerade im Bereich der Jugendarbeit.

Zumal, wenn man eine Fahrrad-Tour entlang der Ruhr plant, für die ein „Service-Fahrzeug“ im Schlepptau nicht schlecht wäre, oder man im September im Rahmen des Projektes „100 Jahre Erster Weltkrieg“ nach Belgien möchte, im Oktober Segeln in den Niederlanden ansteht, im November eine Fahrt nach Dortmund und schließlich für Dezember ein Weihnachtsmarkt-Besuch in Münster im Kalender steht.

Projekt: Alter VW-Bus soll wieder auf die Straße gebracht werden

„Ja, wir können das alles mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder gemieteten Fahrzeugen leisten“, gibt Diakon Schmidt zu: „Aber es ist teurer als der Unterhalt eines eigenen Fahrzeuges.“ Und das könnte ja dann auch von der Kirchenmusik oder der Altenarbeit, die ebenso häufig händeringend nach Transportmöglichkeiten suchten, mitgenutzt werden. Obwohl sie (noch) kein Geld dafür hat, hat die Gemeindejugend dennoch ein Projekt ins Rollen gebracht: Unter der Überschrift „Bullischrauben“ möchten die Jugendlichen einen alten VW-Bus kaufen und wieder fit für die Straße machen.

„Wir möchten zusammen mit Jugendlichen, Vätern, Söhnen und allen anderen Interessierten einen Bulli T4 aufarbeiten“, erklärt Achim Schmidt. Einen VW-Bus T4, Baujahr 1997, hat die Gemeindejugend schon „an der Angel“, die Fachkompetenz ist da, ebenso erste Teilnehmer, die schrauben und Spaß haben möchten, den Bulli-Oldie in einen unverwechselbaren „Cronenberger“ zu verwandeln. Bevor aus dem VW-Frosch ein Gemeinde-Prinz wird, gibt’s allerdings noch ein paar Hürden zu meistern.

Ob Halle, tatkräftige Mithilfe oder Geldspenden – alles ist willkommen

So suchen Achim Schmidt und seine jungen „Schrauber“ ganz dringend nach einer Halle, in der sie an dem Fahrzeug arbeiten können. Auch sind noch weitere „Schrauber“ gesucht, die mitmachen möchten. Für Ersatzteile und den späteren Unterhalt des Gemeindejugend-Bullis hofft man auf Paten, deren Logo später zum Design des Fahrzeuges hinzugefügt werden soll.

Vor allem aber bittet die Gemeindejugend auch um Geldspenden, um ihr Bulli-Projekt starten zu können: Etwa 5.000 Euro, so schätzt Oldtimer-Experte Dirk Picard, sind nötig, um den ausgeguckten VW T4 kaufen und „aufmöbeln“ zu können. Spenden für das Jugend-Projekt sind unter dem Stichwort „Bulli“ auf das Konto bei der KD-Bank Dortmund, IBAN: DE81350601901010219015 herzlich willkommen. Für Fragen steht Jugenddiakon Achim Schmidt gerne unter Telefon 0202 – 612 754 90 oder per E-Mail an a.schmidt@ evangelisch-wuppertal.de zur Verfügung.