Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

18.09.2015, 18.55 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Rob Schomaker: Ein Küllenhahner rockt die Welt…

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Rob Schomaker auf Küllenhahn – privat und in „Zivilkleidung“ ist der „Hardrocker“ ein sehr sympathischer Familienvater und auch ein bekennender Cronenberger.

Er schipperte im Sommer eine Woche mit der „MeinSchiff1“ durchs westliche Mittelmeer und spielte vor 2.000 Hardrock-Fans an Bord bei der 1. „Metal-Cruise“; er rockte auf Open-Air-Festivals in Barcelona, in Tschechien, auf der Loreley oder auch am Nürburgring; er haute vor sieben Jahren in Wacken vor etwa 80.000 Menschen in die Saiten und er trat in diesem Jahr mit Rock-Urgesteinen wie Manfred Mann’s Earth-Band, Uriah Heep oder auch Suzi Quattro („Sieht mit ihren 65 Jahren immer noch fesch aus“) auf – Rob Schomaker kommt ganz schön rum.

Immer wieder kommt der Bass-Gitarrist der bekannten deutschen Hardrock-Formation „Axxis“ aber gerne ins heimische Cronenberg zurück, denn das Klischee „Sex and Drugs and Rock’n’Roll“ ist keineswegs das Leben des Hardrockers. „Sicher, feiern gehört dazu“, sagt der 48-Jährige. Aber wenn er zu Hause bei seiner Ehefrau und dem sechsmonatigen Kind ist, dann genießt Rob Schomaker das Familienleben und die Ruhe auf Küllenhahn, den Blick ins Grüne, das Joggen über die benachbarte Sambatrasse und die Spaziergänge durchs Burgholz: „Man muss vernünftig sein – 365 Tage im Jahr feiern, das geht nicht.“

Rob Schomaker: „Nebenher“ einen Schreibtisch-Job

Zumal man Rob Schomaker als einen Teilzeit-Hardrocker bezeichnen könnte: Der Fuhlrott-Abiturient ist „nebenher“ als Kaufmann in einer kleinen Wuppertaler Spedition tätig. Zwei seiner „Axxis“-Kollegen sind zwar Berufsmusiker, für Rob Schomaker war dieser Schritt in den vergangenen elf Band-Jahren aber kein Thema: „Das wäre vielleicht möglich – aber mit Abstrichen“, gibt sich der Hardrocker realistisch. Zumal sein Arbeitgeber die Nebentätigkeit toleriert und ihn zu den Tour-Wochen oder Festivals freistellt, ist Rob Schomaker mit seinen zwei Leben ziemlich zufrieden: „Sicher ist es komisch, nach den Touren wieder in den normalen Büroalltag zurückzukehren – aber es funktioniert.“

Mit „Club-Atmosphäre: „Wir wollen ,close‘ zum Publikum sein“

Das passt zu Rob Schomaker: In seiner Schulzeit, erinnert sich der Musiker, war er zwar als der einzige Hardrock-Fan am Fuhlrott-Gymnasium ein Exot, „aber ich bin immer bodenständig geblieben – Allüren waren nie mein Ding“. Und das passt auch zum „Axxis-Credo“: Die Hardrocker, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum feiern, wollen eine Band zum Anfassen sein, sind ein Gruppe, die die Club-Atmosphäre und damit die Nähe zum Publikum sucht: „Klar, guck ich mir auch gerne ein Stadion-Konzert von Bon Jovi an“, sagt Rob Schomaker, „aber bei uns ist es intimer, wir wollen ,close‘ zum Publikum sein“.

„Axxis“ macht am 24. September Station im Tal

Wer das selbst erleben möchte – in den kommenden Wochen schließt Rob Schomaker seine Büro-Tür ab und geht mit „Axxis“ auf Jubiläumstour. Und am 24. September 2015 wird der Doppeldecker-Bus mit dem zehnköpfigen „Axxis“-Tross auch in der Heimat von Rob Schomaker Station machen: Um 20 Uhr treten die Hardrocker, die bis heute mit ihrer Debüt-CD von 1989 das meistverkaufte Hardrock-Album in Deutschland auflegten, im Live-Club Barmen (LCB) auf. Karten für das Konzert von Rob Schomaker & Co. sind unter anderem unter www.axxis.de, beim LCB unter www.liveclub-barmen.de und auch bei der Cronenberger Woche erhältlich.

Bei dem Wuppertal-Konzert wird übrigens auch schon die Jubiläums-DVD erhältlich sein, die „Axxis“ erst am 9. Oktober offiziell auf den Markt bringen wird. Aufgenommen wurde sie beim ausverkauften Konzert in der legendären „Zeche“ in Bochum und mit dabei ist als Gast unter anderem Doro Pesch, die als deutsche Queen of Metal gilt. Rob Schomaker verspricht einen „Best of“ von 25 Jahre „Axxis“, aber die Jubiläums-CD bietet auch echte Raritäten und überhaupt: Auch auf der DVD wird den Hardrock-Fans einiges geboten, getreu dem „Axxis-Motto“: „Am Ende müssen die Hände glühen.“