Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

04.08.2016, 13.44 Uhr   |   Praktikant   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Isabel Hahm geht nach Ecuador: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“

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Vom „Süd“ nach Südamerika: Isabell Hahm engagiert ein Jahr lang für ein Straßenkinder-Projekt in Ecuador.

Für viele junge Leute kommt nach dem Schulabschluss die Ungewissheit. Auch für  Isabel Hahm hieß es nach dem Abi im Juni: „Und was nun?“ Um sich Klarheit zu verschaffen, aber auch mehr über sich selbst zu lernen, gönnt sich die 18-jährige Absolventin des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums eine „Auszeit“: Sie geht mit dem Internationalen Christlichen Jugendaustausch (ICJA) für ein Jahr ins Ausland – wenn nicht jetzt, wann dann….

Da sie in der Schule Spanisch belegt hatte und Salsa liebt, stand Lateinamerika von vornherein fest. Ab August geht’s nun nach Ecuador: In der Haupstadt Quito wird Isabel Hahm zwölf Monate lang, sechs Tage die Woche von morgens bis abends in der katholischen Einrichtung „Centro Muchacho Trabajador“ Straßenkindern Englisch beibringen, mit ihnen spielen, kochen, basteln und ihnen helfen, weg von der Straße zu kommen.

Allein die Konfrontation mit großer Armut wird eine Herausforderung. Zumal die passionierte Reiterin eigentlich mit Pferden arbeiten wollte und sich die Straßenkinder-Arbeit nicht wirklich zutraute. Im Nachhinein ist sie jetzt aber ganz froh, ihre „Komfortzone“ verlassen zu können und andere Lebensverhältnisse kennenzulernen.

Keine Flip-Flops, aber Bibelstunden mit Nonnen

Hinzu kommt: Das Projekt wird von Nonnen betreut und auch wöchentliche Bibelstunden mit den Kindern stehen auf dem Programm – dabei hat die Wuppertalerin nach eigenen Angaben nicht viel mit Religion „am Hut“. In dem sehr katholischen Land ist zudem allzu lässige Kleidung tabu: Selbst auf Flipflops gilt es zu verzichten – bei der Hitze an der Küste dürfte das nicht immer leichtfallen…

Gerne wäre die 18-Jährige, die knapp einen Monat nach Ankunft Geburtstag  feiert, in eine Gastfamilie gekommen. Nun wird sie mit anderen internationalen Freiwilligen in einer WG leben. Genauere Einblicke in die Sitten und Lebensweise der Ecuadorianer muss sie deshalb auf anderem Wege gewinnen – an ihren 20 Urlaubstagen will Isabel Hahm daher durchs Land reisen, um möglichst viele Facetten von Ecuador kennenzulernen. Neben fließendem Spanisch und der Kenntnis von Land und Leuten hofft die 18-Jährige, durch das Ecuador-Jahr an Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit zu gewinnen – abenteuerlich genug klingt ihr Plan auf jeden Fall…

Zum Miterleben: Isabel bloggt aus Ecuador

Wie „Meerschweinchen am Spieß“ schmeckt, ob man wie in Costa Rica am Geburtstag eine Torte ins Gesicht bekommt oder warum nun gerade Flipflops ein „No-Go“ sind, ist auf Isabels Blog www.ecuador221.wordpress.com zu erfahren. In Kürze wird sie diesen fortlaufend mit Eindrücken und Anekdoten aus Ecuador füttern – schauen Sie doch mal drauf…