Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

28.08.2017, 20.21 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Kita in der Kirche: „Schöner Spielen“ an der Hahnerberger Straße

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Claudia Braun und Erzieherin Buket Gundogdu (re.) mit Kindern der U3-Gruppe, die nun vom Mastweg in die neue Kita an die Hahnerberger Straße umgezogen sind. -Foto: Meinhard Koke

„Boah, das wird voll cool“, befand Jakob (3), als er vorletzte Woche an der Hahnerberger Straße in sein neues Kindergartenjahr startete. Und auch die gleichaltrige Feelia findet’s hier toll: Ihrem Kuscheltier Frieda gefalle es in der neuen Kita, ließ die dreijährige ihre Erzieherin wissen – „und mir auch“, fügte sie an.

Die Kinder-Komplimente gab’s für die evangelische Kindertagesstätte an der Hahnerberger Straße, zu der die Friedenskirche in den vergangenen 16 Monaten umgebaut wurde. Rund eine Million Euro investierte die Evangelische Gemeinde Cronenberg in das Projekt, in der vergangenen Woche zog Kita-Leiterin Claudia Braun mit ihren 13 Mitarbeitern sowie den ersten Kindern in die neue Einrichtung der Diakonie Wuppertal ein.

Anders als bei der „Elphi“: Geld- und Zeitrahmen eingehalten

„Nach heutigem Stand haben wir nicht nur das Budget, sondern auch den Termin zum Einzug eingehalten“, freut sich Baukirchmeister Dirk Picard über das gelungene Projekt. Schon von außen ist unübersehbar, dass der Cronenberger Gemeinde mit dem Umbau ein gelungener Wurf geglückt ist: Kaum etwas erinnert mehr an den zuletzt doch etwas in die Jahre gekommenen 70er-Jahre-„Charme“ des schlichten Schiefer-Gotteshauses, viel Helligkeit, ein fröhliches Grün an der Fassade, eine ebenso moderne wie zweckgemäße Inneneinrichtung, Aufzug inklusive, sowie nicht zuletzt ein tolles Außengelände mit Wasserspielplatz, Rutschen & Co. sorgen für Wohlfühl-Atmosphäre Marke „Schöner Spielen“.

Obwohl noch einige Kartons auszupacken waren: „Wir freuen uns alle sehr“, zeigt sich auch Kita-Leiterin Claudia Braun von ihrer Wirkungsstätte vollauf angetan – kein Wunder: Schließlich haben Braun und ihre Mitarbeiter gehörig mitgeplant und die Inneneinrichtung auch am Feierabend selbst ausgewählt, bestellt und sogar zusammengebaut: „Das war viel Eigen-Engagement“, zollt Claudia Braun den Mitarbeiterinnen ihren Repekt: „Aber das macht jetzt auch das Haus aus.“

Wenn alle zurück aus den Ferien sind, werden 54 Kinder in drei Gruppen in der neuen evangelischen Kita betreut werden. Dazu zählt neuerdings auch eine U2-Gruppe sowie ein Kind mit Behinderung. Mit den Kitas an der Karl-Greis-Straße, der Küllenhahner Straße sowie am Mastweg, die übrigens aufgrund der hohen Nachfrage fortgeführt werden wird, betreibt die Diakonie damit nun vier Einrichtungen im Stadtbezirk: „Cronenberg und die evangelische Gemeinde können stolz sein, dass es hier nun so viele evangelische Kindertagesstätten gibt“, attestiert Claudia Braun.

Friedenskirche: Nicht entwidmet, sondern weiter Gottesdienste

Das findet übrigens auch Martin Lanius: „Wir freuen uns sehr“, sagt der junge Vater, dessen Kind seit Montag die neue Kita am Hahnerberg besucht: „Wir waren auf der Suche nach einem konfessionellen Kindergarten und hätten wohl sonst keinen Platz gefunden.“ Wesentlich entspannt hat sich das Angebot aber wohl nicht: „Ich habe eine Riesenvoranmeldeliste“, vermeldet Claudia Braun für die Kita in der Kirche – auch von daher war der Umbau also ein Volltreffer.

Übrigens: Die Friedenskirche wurde nicht entwidmet, ein Raum im Untergeschoss ist als Gottesdienststätte erhalten geblieben.