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20.09.2017, 10.58 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Kandidaten-Abend zur Bundestagswahl: „Volle Hütte“ in der Hütte

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Bis auf den allerletzten Platz gefüllt war die Kulturschmiede Cronenberg, als der Trägerverein und die CW zum Dörper Wahl-Check einluden. -Foto: Meinhard Koke

„Volle Hütte“ an der Hütte 3: Kein Platz blieb mehr frei, als der Verein „Kulturschmiede Cronenberg“ und die Cronenberger Woche am gestrigen Dienstagabend, 19. September 2017, zu einem Abend mit Dörper Kandidaten zur Bundestagswahl einluden. Fünf Tage vor der Wahl am Sonntag stellten sich Amtsinhaber Jürgen Hardt (CDU) und seine Herausforderer Ilka Brehmer (Grüne), Karin van der Most (FDP), Ingo Schäfer (SPD) sowie Adrian Scheffels (Linke) den Fragen von Moderatorin Corinna Schlechtriem.

„Jetzt haben Sie die Gelegenheit, ihre Kandidaten kennenzulernen, ohne auf Wahlplakate zu gucken“, eröffnete die Fernseh-Journalistin die Runde. Dabei arbeitete Corinna Schlechtriem aber nicht nur ihren Themen-Katalog ab. Auch stellte sie Fragen, welche CW-Leser zuvor eingesandt hatten. Zudem hatte die Zuhörerschaft in der Kulturschmiede Gelegenheit, den Bewerbern im Cronenberger Wahlkreis 103 (Remscheid-Solingen-Wuppertal II) auf den Zahn zu fühlen.

Ob Entwicklungspolitik, Digitalisierung, Bildung, marode Kommunalfinanzen oder auch Arbeitsmarkt – im Verlauf der einzigen öffentlichen Kandidatenrunde in Cronenberg wurden unterschiedlichste Themen angeschnitten. Aber auch wenn der Abend fast zwei Stunden ging und Oliver Wagner vom Kulturschmiede-Verein die Stoppuhr fest im Griff behielt, vieles musste unter den Tisch fallen – sonst wäre die Kandidatenrunde zu einem langen Abend ausgeufert…

Dennoch: Am Ende zeigten sich die Zuhörer, darunter auch Schüler des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums (CFG) und der Alexander-Coppel-Gesamtschule in Solingen, ganz überwiegend angetan von der Dörper „Elefantenrunde“: Der Abend sei sehr interessant und aufklärend gewesen, war das Echo auf CW-Nachfrage durchweg positiv. Man habe ganz andere Eindrücke von den Kandidaten gewinnen können, eine (wahlberechtigte) Schülerin zeigte sich sogar völlig überrascht.

Ihre Wahlpräferenz zuvor sei durch den Abend über den Haufen geworfen worden, welcher Kandidat sie derart beeindruckt hatte, wollte sie aber nicht verraten. Schon insofern hatte der Cronenberger Wahl-Check seinen Zweck erfüllt, „Wiederholung erwünscht“, lautete der Tenor mit Blick auf die Wahlen, die da nach der Bundestagswahl bestimmt kommen werden…