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13.03.2018, 19.10 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Eltern-Initiative: Kaltluft-Sporthalle auf Gummiplätze-Areal?

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Drei Fußballplätze, darunter zwei Gummiplätze, bietet das Areal am Jung-Stilling-Weg, welches mit dem Projekt „4Fields“ umgestaltet werden soll. Zumindest der obere Platz (im Bildhintergrund) ist derart marode, dass er bei Nässe gefährlich rutschig und daher kaum mehr bespielbar ist. | Archiv-Foto: Meinhard Koke

Der Wunsch nach einer neuen Cronenberger Dreifach-Sporthalle hat das Zeug zur „unendlichen Geschichte“: Jahrzehnte schon hoffen Politik und Sport im Stadtteil, dass der Wunsch danach wahr wird, ebenso lange aber wird das Projekt geschoben – weil irgendwo irgendwas noch dringlicher geworden ist.

Nun bildet sich eine neue Initiative am Schulzentrum Süd: Aus der Elternschaft der Friedrich-Bayer-Realschule (FBR) kommt die Idee, auf dem Areal der Kleinfeld-Gummiplätze am Jung-Stilling-Weg eine Kaltluft-Sporthalle zu errichten. Die Fläche mit drei Plätzen, zwei Tischtennisplatten und einer Lauf-/ Sprunganlage sei eher ein Jugend-Treff und ständig vermüllt, zumindest der obere Gummiplatz ist tatsächlich derart marode, dass er bei Nässe eher gefährlich ist und eigentlich gesperrt werden müsste: „Man kann im Grunde dort keinen Sport mehr machen“, berichtet Stefanie Ernst, die stellvertretende Pflegschaftsvorsitzende der NRW-Sport-Realschule Friedrich-Bayer.

Vor dem Hintergrund, dass beide Schulen im Schulzentrum erweitert werden sollen und dass Sporthallen-Zeiten auf den Südhöhen chronisch knapp sind, wie die frühere Leiterin der Fußball-Jugendabteilung des SSV Germania 1900 bestens weiß, kam die Hallen-Idee auf: „Es fehlt den Schulen und Vereinen an Kapazitäten“, weiß Steffi Ernst, „und wenn die Plätze im Winter nicht bespielbar sind, könnten auch die Jugendmannschaften hier hin ausweichen“. Aber auch für den Grundschulsport, für Fitness-Gruppen und für weitere Interessierte wäre eine solche Kaltluft-Sporthalle interessant, glaubt Steffi Ernst: „Viele sollen daran teilhaben können – ich glaube, dass alle davon profitieren könnten.“

Kaltluft-Sporthalle: Günstiger in Bau und Unterhaltung

Und warum ausgerechnet eine Kaltluft-Sporthalle? Na, weil eine solche Halle eine einfache und kostengünstige Hallen-Variante wäre. Eine Kaltluft-Sporthalle ist eine wetterunabhängige Mischung aus Sportplatz und Sporthalle, allerdings ohne Heizung und sanitäre Anlagen. Steffi Ernst schwebt aber nicht nur eine überdachte Fläche vor, sondern eine Halle mit Wänden – die Temperatur würde dann im Inneren nicht unter 12 Grad sinken und die Halle könnte kein unkontrollierbarer Jugendtreff werden.

Weiterer und vielleicht entscheidender Grund: Eine Kaltluft-Sporthalle ist im Vergleich zu einer „normalen“ Sporthalle erheblich schneller und günstiger im Bau sowie in der Unterhaltung. Statt rund 3,5 Millionen Euro für eine Dreifach-Sporthalle kostete eine Kaltluft-Sporthalle „nur“ etwa 800/900.000 Euro, weiß Steffi Ernst – mit Förderprogrammen des Landes und/oder Bundes seien diese sehr viel geringen Kosten vielleicht eher zu stemmen…

Info-Treffen am 20. März

Um die Idee vorzustellen und zu diskutieren sowie Unterstützer zu finden, laden Steffi Ernst und ihre Mitstreiter am nächsten Dienstag, 20. März 2018, zu einem ersten Treffen ein. Dieses wird um 18.30 Uhr im Veranstaltungsraum des Schulzentrums Süd stattfinden. Interessierte sind dazu herzlich willkommen und können Steffi Ernst vorab unter Telefon (01 72) 290 42 67 erreichen.