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29.05.2018, 15.18 Uhr   |   Andreas Schmidt   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„Mehr Talstolz für alle…“: OB Mucke zieht Halbzeit-Bilanz

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Soll noch einige Jahre mehr so bleiben: Oberbürgermeister Andreas Mucke an seinem Schreibtisch im Rathaus Barmen. -Foto: Andreas Schmidt

Gut erinnert sich Andreas Mucke noch an den 21. Oktober 2015: Nach elfjähriger Amtszeit seines Vorgängers Peter Jung (CDU) wurde er da Wuppertals neuer Oberbürgermeister. Den ersten Außentermin nahm er vorbildlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln wahr – und kam zu spät: Eine Betriebsstörung der Schwebebahn beendete die erste offizielle Dienstfahrt an der Station „Adlerbrücke“. Den Rest des Weges zum Termin in Elberfeld legte Mucke dann, ganz in der Tradition seines Vorgängers, standesgemäß im Dienstwagen zurück.

Am Mittwoch, 23. Mai 2018, zog Andreas Mucke nun eine Halbzeit-Bilanz in seinem Dienstzimmer im Rathaus Barmen. Viel ist seit seinem Amtsantritt passiert, ebenso viel hat Mucke noch auf seiner Agenda. „Es gibt keinen Stillstand, wir werden auch weiterhin Tempo machen, um die Stadt voranzutreiben“, verspricht Mucke. Er nennt Beispiele wie das Bündnis gegen Armut als Erfolge seiner Arbeit und verweist darauf, dass es aktuell 125.000 Arbeitsplätze in Wuppertal gibt. Noch mehr sollen es werden – Mucke rechnet mit 1.000 zusätzlichen Jobs – pro Jahr.

Eine große Chance, aber auch große Herausforderungen, sieht der Oberbürgermeister in der Digitalisierung. Deshalb bezeichnet Mucke die Aufgabe, neue attraktive Gewerbeflächen zu erschließen, als Meilenstein. In Cronenberg beispielsweise sei man derzeit dabei, kleinere Areale einer entsprechenden Wiedernutzung zuzuführen. Markant auch der künftige Standort Lichtscheid: Dort soll auf dem Gelände des ehemaligen Spaßbades „Bergische Sonne“ eine moderne Gewerbefläche für IT-Unternehmen entstehen.

Dies könne sich Mucke gut in direkter Nachbarschaft mit der Natur vorstellen. „Wir müssen der wachsenden Branche Platz geben“, betont der Oberbürgermeister. Der Abriss des Freizeitbades soll, sobald die Abrissgenehmigung vorliegt, angegangen werden. Die Vermarktung der Fläche auf Lichtscheid hat zwischenzeitlich begonnen. Anlässlich seiner Halbzeit legt der Oberbürgermeister Wert darauf, Glanzlichter in der Stadt zu setzen – große Projekte wie BUGA, Seilbahn oder das Pina-Bausch-Zentrum werfen ihre Schatten voraus.

Mucke sieht die Stadt im Wandel, wenn nicht sogar im Aufbruch. Und er legt viel Kraft in das Projekt, den Wuppertalern ihre Stadt wieder wertvoll zu machen. „Ein wenig mehr Talstolz könnte uns nicht schaden“, schließt er und blickt optimistisch in die Zukunft der bergischen Metropole.