Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

03.07.2018, 19.35 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Spenden-Bitte: „Kinderherzen“-Kinder aus Weißrussland sind da!

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Die Cronenberger „Kinderherzen“-Aktivistin Bärbel Krause-Heinrichs (hi. li.) mit ihren jungen Gästen und deren Betreuerinnen aus Weißrussland. -Foto: Meinhard Koke

Alle Kinder freuten sich das ganze Jahr über auf die Fahrt nach Wuppertal, übersetzt Dolmetscherin Natascha die Antwort der Betreuerinnen Natalia und Nati: Je näher der Reisetermin rücke, desto aufgeregter würden sie: „Noch zehn Tage, noch neun,…, noch eine Woche,…“, zählten sie dann die Tage bis zur Abfahrt ab: „Sie sind alle happy“, sagt Natascha.

Gemeint sind 40 Kinder aus dem weißrussischen Kinderheim Zhemschuznahja: Seit der vergangenen Woche sind sie auf Einladung des Cronenberger Vereins „Kinderherzen“ wieder in der Stadt zu Gast. Gemeinsam mit zehn Betreuerinnen verbringen die Kinder im Alter von 8 bis 17 Jahren vier unbeschwerte Wochen in Wuppertal. Untergebracht sind die weißrussischen Kinder in einer ehemaligen Grundschule am Röttgen, welche die Stadt dem Verein zur Verfügung gestellt hat. Der Bau, der eine Zeit lang als Flüchtlingsunterkunft vorgehalten worden war, ist ziemlich trist, die Kinder schlafen auf Luftmatratzen auf dem Boden, der Gemeinschaftsraum ist wenig gemütlich mit dem Notwendigsten eingerichtet – Wuppertaler Kinder würden sich ihren Traumurlaub sicher anders vorstellen.

Dennoch: „Kinderherzen“-Vorsitzende Bärbel Krause-Heinrichs ist froh, dass die Stadt ihr die Ex-Schule zur Verfügung gestellt hat. Denn das Schulgebäude bietet viel Platz und eine voll eingerichtete Mensa-Küche. Und die Zhemschuznahja-Kinder sind auch froh, denn für sie sind die Wuppertal-Wochen der Höhepunkt des Jahres. Denn: Hier können sie täglich so viel Essen wie sie mögen – im Kinderheim gibt’s keinen Nachschlag, vor allem die Größeren werden so kaum richtig satt – in der Schule Röttgen werden sie es. Zudem ist alles, was Bärbel Krause-Heinrichs und die Betreuerinnen frisch zubereitet auf den Tisch bringen, unbelastet – Obst und Gemüse in der heimischen Gomel-Region sind derweil noch immer infolge der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl radioaktiv belastet. Dreiviertel der Kinder haben daher Probleme mit ihren Schilddrüsen, so berichten die Betreuerinnen.

Bitte um Bekleidungs- & Geld-Spenden

Aber nicht nur übers Essen freuen sie sich – bislang ging’s bereits zur Messe in die Laurentiuskirche und dann auf ein Hörnchen ins Eis-Café, am Mittwoch dann war endlich Freibad-Wetter im „Eckbusch“. Und besonders groß ist die Vorfreude auf zwei Ausflüge: Der Tag an der Nordsee in Holland und die Fahrt in den Freizeitpark Stukenbrock sind die absoluten Höhepunkte der „Kinderherzen“-Wochen. Um den Aufenthalt finanzieren zu können, benötigt „Kinderherzen“ dringend noch Hilfe – jeder Euro auf das Spendenkonto bei der Stadtsparkasse Wuppertal mit der IBAN DE41 3305 0000 0000 2291 38 hilft, um die Kosten für die drei Traumwochen in Wuppertal der weißrussischen Kinder decken zu können.

Aber auch Sachspenden sind willkommen: Gut erhaltene Bekleidung für Mädchen und Jungen im Alter von 5 bis 17 Jahren sowie Schuhe werden gebraucht, ganz besonders auch Jungen-Unterwäsche. Wer helfen kann, erreicht Bärbel Krause-Heinrichs unter der Telefonnummer (01 73) 5 13 28 67.