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07.07.2018, 14.29 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Start für Fernwärmetrasse: „In Wuppertal passiert Fantastisches“

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Die ersten 100 Kilogramm CO2 waren schon eingespart, bevor es anschließend ans Büfett ging: NRW-Staatssekretär Christoph Dammermann, AWG-Chef Martin Bickenbach, Aufsichtsratschef Klaus-Jürgen Reese, WSW-Chef Andreas Feicht und AWG-Co-Geschäftsführer Conrad Tschersich (v.l.) gaben den symbolischen Startschuss für die Fernwärmetrasse Süd-West. -Foto: Meinhard Koke

Es war ein Vormittag der Superlativen: Oberbürgermeister Andreas Mucke sprach von einem „historischen Tag“, Bundesumweltministerin Svenja Schulze von einem Ära-Ende, AWG-Geschäftsführer Conrad Tschersich von einem rekordverdächtigen Projekt, AWG-Aufsichtsratsvorsitzender Klaus-Jürgen Reese von einem Großprojekt mit Vorbild-Charakter und NRW-Staatssekretär Christoph Dammermann von einer großartigen Ingenieurs- und Wirtschaftsleistung sowie einem Beispiel für die Energiewende.

Gemeint ist die Fernwärmetrasse Süd-West: Nach rund fünf Jahren Bauzeit wurde das 40-Millionen-Euro-Projekt heute Vormittag, 7. Juli 2018, offiziell in Betrieb genommen. Zunächst traf sich die Festgesellschaft im Elberfelder Heizkraftwerk – der Grund: Im Zuge der Fertigstellung der 3,2 Kilometer langen Fernwärmetrasse vom Müllheizkraftwerk in der Korzert ins Tal wird das Kohlekraftwerk an der Kabelstraße stillgelegt. Damit verringert sich der jährliche CO2-Ausstoß in Wuppertal um rund 450 000 Tonnen.

„Hut ab“, gratulierte Bundesumweltministerin Svenja Schulze dazu den Bauherrn Wuppertaler Stadtwerke (WSW) und Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG): „Das ist was!“ Wie nicht zuletzt das schwere Mai-Unwetter in Wuppertal zeige, sei der Klimawandel da, nähmen die Extrem-Wetterlagen zu. Darauf müsse man reagieren und sich einstellen, so Schulze weiter, Wuppertal spiele hierbei eine ganz prominente Rolle. Wuppertal-Institut, Projekt Klimaquartier Arrenberg und Fernwärmetrasse gepaart mit der Kraftwerksstilllegung seien Beispiele dafür, dass in Wuppertal vorbildliche Arbeit geleistet werde.

Ministerin Schulze abschließend: „Schauen Sie sich an, was Fantastisches in Wuppertal passiert – wir brauchen das in ganz Deutschland.“ Ins selbe Horn stieß NRW-Staatssekretär Dammermann beim anschließenden Festakt auf Korzert: Wer Abschalten wolle, müsse sich zuvor übers Einschalten Gedanken machen, sagte Dammermann mit Hinweis auf die Braunkohle-Ausstiegs-Diskussion. Wuppertal habe sich solche Gedanken gemacht – die Stadt sei ein Vordenker und habe Vorbildfunktion, lobte der NRW-Staatssekretär, bevor er gemeinsam mit den Chefs von WSW und AWG die Start-Buttons für die Millionen-Trasse drückte.

Lesen Sie den ausführlichen Bericht zur Fertigstellung der Fernwärmetrasse in der nächsten gedruckten Ausgabe der CW.

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