07.08.2018, 10.25 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Heute Rekord-Hitze: Gehen denn auch die Ozon-Werte rauf?

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Super-Sommer 2018 – da lacht die Sonnenblume in der Cronenberger Altstadt, wie das Bild beweist, das uns Foto-Media Hensel freundlicherweise zur Verfügung stellte. Aber die Rekordhitze hat auch ihre Schattenseite… -Foto: Olaf Hensel

Die „Heiß-Zeit“ hält auch im CW-Land an, der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für den heutigen Dienstag, 7. August 2018, eine weitere „Amtliche Warnung vor Hitze“ herausgegeben: Hierzulande kann die Quecksilbersäule im Laufe des Nachmittages bis zu 38 Grad steigen – viel Schatten und viel Trinken ist also angesagt, besonders für empfindliche Menschen.

Apropos: Wie steht es eigentlich um die Ozon-Werte? In früheren Sommern waren erhöhte Ozon-Konzentrationen Dauerthema. Im Jahrhundert-Sommer 2018 spielt Ozon offenbar bisher keine Rolle – trotz der Rekordhitze. An der Wuppertaler Messstation in Langerfeld wurde am gestrigen Montag um 19 Uhr mit 152 Mikrogramm/Kubikmeter (µg/m³) der höchste Stundenwert gemessen. Der Acht-Stunden-Höchstwert lag um 20 Uhr bei „128“ – damit wurde der 120-Mikrogramm-Grenzwert hier überschritten.

Ab einer Ozon-Konzentration von 120 Mikrogramm können bei durchschnittlich empfindlichen Menschen gesundheitliche Beeinträchtigungen auftreten. Sportliche Dauerleistungen im Freien sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Der Informationsschwellenwert liegt jedoch erst bei 180 Mikrogramm: Hier wird die Bevölkerung informiert, dass anstrengende Tätigkeiten im Freien vermieden werden und Risikogruppen ihren Aufenthalt im Freien einschränken sollten. Beim Alarmschwellenwert von 240 Mikrogramm sollte der Aufenthalt im Freien grundsätzlich eingeschränkt werden und Risikogruppen daheim bleiben.

Laut Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) gab es bisher in diesem Jahr noch keinen einzigen Ozon-Alarm in NRW, Ozonwerte von über 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft wurden an acht Tagen gemessen, zuletzt am vergangenen Freitag, 3. August. Im ähnlich heißen Sommer 2003, so heißt es in einem WDR-Bericht, wurde die Ozon-Alarmschwelle noch an sechs Tagen in NRW erreicht, insgesamt warnten die Behörden damals immerhin 28 Mal vor erhöhten Werten.

Grund zur Entwarnung bestehe jedoch nicht: Zwar seien die Ozon-Spitzenwerte seit 1990 bundesweit runter gegangen. Dafür aber, so der WDR, seien die Ozon-Mittelwerte steigend. Die aktuellen Messwerte, unter anderem auch zur Langerfelder Messstation, sind via Internet unter www.lanuv.nrw.de abrufbar.

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