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25.09.2018, 10.06 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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„Print It“: CFG-Duo siegt mit Spiel bei Bundeswettbewerb

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Die CFG-Siegerinnen Rosalie Volmer (vo. li.) und Fanni Fiedrich bei der Siegerehrung im Schulzentrum Süd. Mit den beiden Fuhlrott-Gymnasiastinnen freuten sich CFG-WettbewerbskoordinatorinKirsten Jemlich, CFG-Leiter Reinold Mertens, LPE-Chef Markus Nerlich (2.v.r.hi.) sowie Professor Peter Urban (re.) und Doktorant Mustafa Bilgin (li.) von der Bergischen Universität. -Foto: Meinhard Koke

Das Carl-Fuhlrott-Gymnasium (CFG) darf sich über einen 3D-Drucker freuen. Zu verdanken ist das rund 1.200 Euro teure Gerät nicht einem „Segen“ aus dem NRW-Schulministerium, sondern den CFG-Schülerinnen Rosalie Volmer und Fanni Fiedrich: Die 15- beziehungsweise 16 Jahre alten Gymnasiastinnen gewannen beim bundesweiten Wettbewerb „Print It“ einen der drei Erstpreise – einen 3D-Drucker.

Den Schüler-Wettbewerb erstmals in Deutschland ausgelobt hatte die Firma Technik-LPE. Die Aufgabe für die Schüler: Ein Brettspiel zu entwickeln und auch mithilfe eines 3D-Druckers einen Prototyp zu erstellen. Auch wenn für die Teilnehmer nur zehn Wochen Zeit blieb, war die Wettbewerbs-Premiere ein großer Erfolg: 30 Schulen aus der gesamten Republik meldeten sich an. LPE-Chef Markus Nerlich zeigte sich bei der zentralen Preisverleihung mit den Gewinnern aus Koblenz, Wolfsburg und vom CFG am 19. September 2018 aber auch von der Qualität der Beiträge begeistert.

„Das Niveau, das dabei abgeliefert wurde, macht uns absolut stolz“, bescheinigte Nerlich allen Teilnehmern eine „Super-Leistung“. Ein Sonderlob gab’s für die Spiele-Erfinderinnen vom CFG: Jeder Juror sei von ihrer Idee sofort begeistert gewesen, sagte der LPE-Chef an die Adresse von Rosalie Volmer und Fanni Fiedrich: „Das habt ihr wunderschön gemacht – euer Beitrag war der absolute Favorit.“ Über das Extra-Lob durften sich auch Kirsten Jemlich, die CFG-Wettbewerbskoordinatorin, sowie Professor Peter Urban und Doktorant Mustafa Bilgin von der Fakultät Medientechnik der Bergischen Universität freuen.

Sie begleiteten die beiden CFG-Schülerinnen bei ihrer fast viermonatigen Arbeit – schließlich mussten Fanni und Rosalie im Rahmen eines Kurses am Bergischen Schultechnikum an der Uni erst einmal den Umgang mit 3D-Druckern lernen. Herausgekommen ist das Spiel „The Professor’s legacy“: Bis zu vier Spieler gehen bei der Mischung aus „Trivial Pursuit“ und „Wer wird Millionär“ auf eine Art Haus-Rallye durch die Villa des verstorbenen Professors und wetteifern um dessen Erbe.

Besonderer Hingucker des Spiel-Dummys, der bei der Preisverleihung zu bestaunen war, sind die Spielfiguren: Es sind die Köpfe von Fanni und Rosalie. Dank eines 3D-Scanners, den ihnen Professor Urban zur Verfügung stellte, konnten sie sich selbst einscannen und ausdrucken.

Bis maximal vier Spieler unter anderem mit den Köpfen von Rosalie und Fanni auf die Rallye um das Erbe des Professors gehen können, wird es auf jeden Fall noch etwas dauern. Denn: Die beiden Fuhlrott-Gymnasiastinnen überlegen noch, ob sie ihr Spiel einem Hersteller anbieten wollen – na ja, Rosalie und Fanni sind ja auch weniger Spiele-Freaks als vielmehr kreative Tüftlerinnen…

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