10.01.2019, 16.36 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Beim Spielplatz-Gottesdienst „menschelte“ es gar sehr…!

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„Beten statt balgen“ – zum letzten Sonntags-Gottesdienst des Jahres 2018 stellte die Evangelische Gemeinde Küllenhahn ihren „mobilen“ Altar auf dem Spielplatz an der Rhönstraße auf. -Foto: Meinhard Koke

Mit den Gottesdiensten im Wald sowie im Biergarten der Trassen-Gaststätte Burgholz (die CW berichtete) war die Evangelische Gemeinde Küllenhahn bereits zweimal „ausgerückt“, zum Ausklang des Kalenderjahres 2018 wurde der mobile Altar ein drittes Mal draußen aufgestellt: Am letzten Dezember-Sonntag 2018 lud Pfarrerin Dr. Sylvia Hartmann zu einem Abend-Gottesdienst auf den Spielplatz an der Ecke Rhönstraße/Odenwaldweg ein – derart war die Multifunktionsfläche des Spielplatzes auch noch nicht „bespielt“ worden…

Ein kleines Tannenbäumchen mit Lichterkette sowie Kerzen auf dem Altar, die rund 30 wetterfesten Besucher mit Taschenlampen, Kerzen und Windlichtern gerüstet sowie nicht zuletzt Kirchenmusiker Klaus Möbius, der statt auf der Orgel am Schifferklavier in die Tasten „haute“ – auch wenn es leicht nieselte, war der besondere Freiluft-Gottesdienst eine besonders stimmungsvolle Sache!

Pfarrerin Dr. Sylvia Hartmann, gegen die „Widernisse“ mit Taschenlampe, Wollmütze sowie Winterjacke über dem Talar gewappnet, brachte in ihrer Predigt ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass die Gemeinde einmal mehr aus dem Gemeindehaus in der Nesselbergstraße hinausgezogen war. „Ich wünsche mir eine Kirche, die nicht nur Verwaltungsapparat ist, sondern auch menschlich“, unterstrich die Küllenhahner Pfarrerin – und damit auch etwas verspielt…

Und dem Hartmann-Wunsch entsprechend geriet denn auch der Spielplatz-Gottesdienst: Für die verhältnismäßig vielen Kinder, die mit ihren Eltern gekommen waren, gab es einen Lichter-Lauf. Als dieser beendet war und Sylvia Hartmann auf die Abkündigungen zu sprechen kam, trat eine junge Mutter an den Altar, die etwas zu spät gekommen war: Ihrer Bitte, ob die Tochter auch noch mit einer Kerze zur Bank und zurück laufen dürfe, kam Pfarrerin Hartmann gerne nach – also gab es zwei Lichter-Läufe…

Zudem sorgten die Kinder mit ihren Lampen für Lichteffekte im Spielplatz-Dunkel oder sie nahmen sich zwischendurch eine „Gottesdienst-Auszeit“ auf der Schaukel und der Wippe oder im Spiele-Häuschen – bei diesem besonderen Gottesdienst „memschelte“ es sehr, vielleicht auch eine Idee für das Spielplatzfest 2019 des Bürgervereins Küllenhahn…

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