21.05.2019, 10.09 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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„Kleiner Held“: Roman-Teddybär „Körbis“ ist jetzt „museumsreif“

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Museumschefin Christine Krämer (li.) mit Autorin Tanja Heinze sowie Teddy „Körbis“, welcher auch einer Seniorin neuen Lebensmut schenkte. | Foto: Matthias Müller

Seit 2003 schreibt Tanja Heinze hauptberuflich Bücher. Sieben Werke hat sie bereits veröffentlicht, das achte ist in Arbeit. Es gibt von ihr Erzählungen, Romane und Krimis, die Geschichten um Mathilde Krähenfuß, die „Miss Marple“ von Wuppertal, kennen bereits zahlreiche Leser.

2017 wurde Tanja Heinze mit einem Schicksalsschlag konfrontiert: Eine Nachbarin verlor nach dem Tod ihres Mannes ihren Lebensmut und versuchte einen Suizid. Sie überlebte, aber Tanja Heinze und ihre Mutter Angelika bekamen Wind davon, dass die Nachbarin ihrem Leben erneut ein Ende setzen wollte. Als sie die Wohnung der Witwe voller Teddybären sahen, kam den beiden eine Idee: Da sie selbst Teddys sammeln und an die Kraft emotionaler Bindungen an „Petze“ glauben, begannen Tanja und Angelika Heinze, die alte Dame in ihr Leben und ihre Leidenschaft einzubinden.

Zum Lebensretter wurde dabei Teddybär „Körbis“. Der zirka 60 Zentimeter große, blonde Bär, der ab 1945 von der Firma Anton Kiesewetter in Neustadt hergestellt wurde, half der Nachbarin durch die schwere Zeit des Verlustes: „Die alte Dame hat wieder Stück für Stück neuen Lebensmut gefasst und auch unser Teddy hat ihr sehr dabei geholfen“, berichtet die Autorin. Die anrührende Geschichte wollte Tanja Heinze nicht für sich behalten: Fast wie ein Tagebuch schrieb sie die 38 schicksalhaften Tage der drei Frauen mit Teddybär „Körbis“ in „Das Lächeln der Teddybären“ nieder.

Nun zog „Körbis“ als „Lebensretter“ ins Museum ein: Als Dauerleihgabe stellte Tanja Heinze den „Petz“ Christine Krämer zur Verfügung: Die Cronenbergerin hat in ihrer Wohnung an der Berghauser Straße ein privates Teddybären-Museum (die CW berichtete) eingerichtet. Hier darf „Körbis“ nun inmitten hunderter Artgenossen besucht und bestaunt werden. Auch wenn mancher Erwachsene den Kopf schütteln möge, Tanja Heinze und Christine Krämer glauben an die Kraft und Liebe, welche die Plüsch-Gesellen ausstrahlen – so sind sie halt, die Liebhaber von Teddybären, die man ganz offiziell als „Arktophile“ bezeichnet und die es rund um die Welt gibt.

Der Roman „Das Lächeln der Teddybären“ hat die ISBN 978-3-7448-7795-4 und kostet 8,99 Euro. Zu bestellen ist es in jeder Buchhandlung oder nach Absprache im Teddy-Museum Cronenberg – Anmeldungen per E-Mail an christine. kraemer@teddybaermuseum.de.

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