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15.06.2019, 16.17 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Nur nicht selbst ran! Eichenprozessionsspinner ist im CW-Land

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Eigentlich ganz „possierlich“, aber doch ziemlich „haarig“: der Eichenprozessionsspinner. | Foto: imago/imagebrokerrnEichenprozessionsspinner - Thaumetopoea processionea (CC BY 2.0)

Update (16.25 Uhr):
Wie eine Leserin zwischenzeitlich mitgeteilt hat, seien am Mastweg drei Eichen am unteren Spielplatz (nicht am DRK-Zentrum) betroffen – die befallenen Bäume sollen dicht an dortigen Spielgeräten stehen. Die Feuerwehr-Leitstelle sei über den Befall informiert, bis der Schädling beseitigt ist, sollten Eltern dringend darauf achten, dass spielende Kinder nicht in Kontakt mit den Raupen kommen!

Erstnachricht:
In den vergangenen Jahren pirschte er sich immer näher heran, nun ist der Eichenprozessionsspinner tatsächlich erstmals in Wuppertal eingefallen. Wie die Stadt mitteilt, wurden fast aus dem gesamten Wuppertaler Stadtgebiet diverse befallene Bäume gemeldet. Nun wird der gesamte städtische Eichen-Bestand kontrolliert. Zudem hat die Stadt Fachunternehmen mit der Bekämpfung der gefährlichen Raupe beauftragt.

Mit Schutzanzügen und unter Atemschutz werden die Raupen und Nester abgesaugt, denn die Brennhaare des Spinners sind gesundheitsgefährdend: Sie können allergische Reaktionen auslösen, die Bandbreite der Beschwerden reicht dabei von Juckreiz, Augenreizungen und Nesselsucht bis hin zur Reizung der Atemwege oder Atemnot sowie Schwindelgefühl und Fieber. Wie Stadt-Sprecherin Martina Eckermann gegenüber der CW erläuterte, werden daher besonders sensible Bereiche, wie Schulhöfe, Spielplätze oder die Außengelände von Kindergärten, vorsorglich bis zur Beseitigung gesperrt.

Mehrere Stellen in Cronenberg und der Südstadt betroffen

Im CW-Land ist dies bislang noch nicht notwendig gewesen. Allerdings ist der Eichenprozessionsspinner auch an mehreren Stellen in Cronenberg beziehungsweise der Südstadt aufgefallen. Aktuell wurde ein Befall aus der Oberkohlfurth, vom Oberheidt, der Theishahner Straße, ganz frisch offenbar vom Mastweg und aus der Kemmannstraße gemeldet. Am dortigen Gartenhallenbad ist – wie übrigens auch in den anderen Fällen – ein Straßenbaum betroffen.

Eine Sperrung des Außengeländes des städtischen Bades an der Ecke Zum Tal/Kemmannstraße ist nach Angaben von Stadt-Sprecherin Eckermann (bislang) noch nicht notwendig gewesen. In der Südstadt wurde das Auftreten des Eichenprozessionsspinners bislang vom Freudenberg, an der Uni-Halle, vom Hipkendahl sowie vom Oberer Grifflenberg gemeldet.

Stadt-Appell: Nicht selbst ran, sondern Fachleute beauftragen!

Die Stadt appelliert eindringlich, Raupen und Gespinste nicht zu berühren. Auf keinen Fall sollten die Nester mit einem Wasserstrahl entfernt oder abgeflämmt werden. Durch die Verwirbelungen würden die Brennhaare nur noch mehr verbreitet. Wer den Schädling in öffentlichen Bereichen entdeckt, ist aufgerufen, dies bei der Stadt über das ServiceCenter unter der Nummer (02 02) 563-0 oder aber über die Ordnungsamt-Leitstelle unter (02 02) 563-40 00 zu melden. Diese ist werktags von 7 bis 22 Uhr sowie am Wochenende von 10 bis 18 Uhr besetzt

Grundstückseigentümer, die den Spinner auf ihrem Privatgelände ausmachen, sollten derweil Fachunternehmen kontaktieren und mit der Bekämpfungsmaßnahmen beauftragen – wie zum Beispiel CW-Anzeigenpartner Denny Klein per E-Mail an info@shield-services.de oder unter Telefon 01 52 553 771 45. Nur bei einer Bekämpfung kann die weitere Verbreitung wirksam eingedämmt werden.