08.10.2019, 13.07 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Bin auf Krawall gebürstet“: Kein Stadt-Geld für Ortsmitte-Planung

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Eine Planungsgrundlage für Veränderungen in der Cronenberger Ortsmitte, das fordern Bürgervereine, Bezirksvertretungoder auch das Mitmach-Netzwerk „Cronenberg will mehr!“ seit Jahren – finden damit aber kein Gehör im Wuppertaler Rathaus. | Foto: Marcus Müller

„Ich bin auf Krawall gebürstet“ – „not amused“ zeigt sich Rolf Tesche vom städtischen Entwurf für den Haushalt 2020/21. Denn: Wie der Vorsitzende des Cronenberger Heimat- und Bürgervereins (CHBV) erfahren hat, sind die etwa 250.000 Euro für eine neue Ortsmitte-Planung nicht im Haushaltsentwurf eingestellt.

„Ich bin davon ausgegangen, dass die Stadt wenigstens diese Brotkrume für unseren Stadtteil übrig hat“, zeigt sich der Bürgervereins-Chef auch deshalb ernüchtert, weil die Stadt zum Beispiel acht Millionen Euro für die „Aufhübschung“ der Elberfelder City erübrigen kann. „Und für Cronenberg hat man noch nicht einmal diese 250.000 Euro – ich bin maßlos enttäuscht“, sagt Rolf Tesche: „Cronenberg findet bei Rat und Verwaltung keine Beachtung.“

Mürbe machen lassen will sich der Bürgervereinschef aber nicht: „Wir bohren weiter“, verspricht Tesche, schließlich sei die Ortsmitte-Planung die Voraussetzung, um Fördermittel beantragen zu können: „Wir brauchen diese Planungsmittel, um in die Zukunft schauen zu können!“

Kämmerer Dr. Johannes Slawig versteht die Cronenberger Kritik, „aber ich kann einen Euro nur einmal ausgeben“. Die Stadt müsse kräftig in Schulen, Kindergärten und die Feuerwehr investieren – „wir müssen Prioritäten setzen, da müssen andere Maßnahmen leider zurückstehen“, so Slawig zur CW.

Mehr zu dem Thema in der nächsten gedruckten Ausgabe der CW.

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