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10.01.2020, 10.03 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Dieter Scherff: Trauer um den Ex-Chef von Dörper SPD und WiC

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Streitbar, aber immer aufrichtig und engagiert: der verstorbene Cronenberger SPD-Politiker Dieter Scherff.

Kurz nach dem Jahreswechsel sorgt eine Nachricht für Trauer in Cronenberg: Mit Dieter Scherff ist eine prägende Persönlichkeit der SPD Cronenberg/Hahnerberg der vergangenen beiden Jahrzehnte und zugleich ein engagierter Dörper Unternehmer verstorben. Der gebürtige Cronenberger erlag am Sonntag einer schweren Krankheit – wenige Wochen vor seinem 74. Geburtstag.

Dieter Scherff war fast 50 Jahre Mitglied der Sozialdemokratischen Partei. Als junger Mann engagierte er sich als Jungsozialist in diversen Wahlkämpfen. In den Jahren 2000 bis 2009 war Dieter Scherff Vorsitzender der Sozialdemokraten in Cronenberg. In dieser Zeit gestaltete der zweifache Familienvater und Unternehmer nicht nur die Zusammenlegung der beiden damals noch selbstständigen Ortsvereinen Cronenberg und Hahnerberg mit. Von 2004 bis 2009 war Dieter Scherff auch als Sprecher der SPD-Fraktion in der Cronenberger Bezirksvertretung aktiv.

Nach seinem Rückzug aus der ersten Reihe der Politik im Stadtteil engagierte sich Scherff bis zuletzt als Beisitzer im SPD-Ortsverein – seit dem vergangenen Jahr an der Seite seiner Tochter Miriam, die als derzeitige Vorsitzende des Dörper SPD-Ortsvereins in die politischen Fußstapfen ihres Vaters getreten ist. Besonders kümmerte sich Dieter Scherff in den letzten Jahren um die Interessen der älteren Generation: Im Dörper Ortsverein war Scherff als Senioren-Beauftragter, stadtweit als stellvertretender Vorsitzender der SPD-Arbeitsgemeinschaft „60plus“ sowie zudem auch im Wuppertaler Seniorenbeirat engagiert.

In einer gemeinsamen Erklärung würdigen Wuppertals SPD-Chef Servet Köksal, SPD-Ratsfraktionschef Klaus Jürgen Reese und Cronenbergs stellvertretender SPD-Vorsitzender Oliver Wagner den Verstorbenen als einen aktiven Kämpfer für Gerechtigkeit, Frieden, Freiheit und Solidarität. Innerparteilich sei ihm die Stärkung basisdemokratischer Mitentscheidungsmöglichkeiten ein wichtiges Anliegen gewesen – „fest verwurzelt in Cronenberg hat Dieter Scherff sich für die Schwachen in der Gesellschaft und für das Gemeinwohl eingesetzt“, heben Köksal, Reese und Wagner auch das stets offene Ohr, den analytischen Verstand, die Ideen und Tatkraft von Dieter Scherff hervor.

„Ich bin traurig, dass er gehen musste“, zeigt sich auch Bezirksbürgermeisterin Ursula Abé betroffen. Dieter Scherff sei ein Mensch gewesen, der stets seine Meinung gesagt habe, auch wenn sie manchmal unbequem gewesen sei. Cronenberg und seine Menschen hätten ihm sehr am Herzen gelegen, unterstreicht Abé weiter: „Für mich persönlich war er ein wertvoller und ehrlicher Berater. Cronenberg verliert mit ihm einen aufrechten Mitbürger“, so die Cronenberger Bürgermeisterin zu der traurigen Nachricht.

Aber nicht nur das politische Leben Cronenbergs und die SPD Wuppertal, auch die Cronenberger Geschäftswelt trauert um Dieter Scherff: Schließlich engagierte sich der Unternehmer, dessen damalige Firma ihren Sitz in der Krings Ecke hatte, jahrelang auch ehrenamtlich als Vorsitzender der früheren Werbegemeinschaft „Wir in Cronenberg“ (WiC), die sich schließlich 2014 selbst auflöste.

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