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10.02.2020, 19.47 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Fünf Jahre Kinderhospiz Burgholz: „Jede Spende ist ein Geschenk“

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Sagen an alle Spender und Unterstützer „Danke“ anlässlich des fünfjährigen Bestehens: Kerstin Wülfing, die Leiterin des Bergischen Kinderhospizes Burgholz, sowie Caritasdirektor Dr. Christoph Humburg (mi.) und Diakoniedirektor Dr. Martin Hamburger von der tragenden ökumenischen Kinderhospiz-Stiftung. | Foto: Meinhard Koke

In diesem Jahr kann das Bergische Kinderhospiz Burgholz seinen fünften Geburtstag feiern, und die es tragende Kinderhospiz-Stiftung wird zudem zehn Jahre alt. Zwei Jubiläen, die gefeiert werden sollen, und zwar mit einer Reihe von Aktionen über das gesamte Jahr hinweg. Anlass zum Feiern bietet aber nicht nur der fünfte Geburtstag. Eine Erfolgsgeschichte ist auch die fünfjährige Arbeit des Kinderhospizes.

Das Haus an der Kaisereiche ist stets zu 94 Prozent ausgebucht – „das ist sehr, sehr viel – wir haben einen sehr guten Start hingelegt“, freuen sich die Stiftungsvorsitzenden, Diakoniedirektor Dr. Martin Hamburger und Caritasdirektor Dr. Christoph Humburg. Pro Jahr werden etwa 250 Familien begleitet, einige Gäste bleiben die obligatorische eine Woche, manche sogar bis zu zehn Wochen: „Es ist spannend zu sehen, dass keine Familie ungern zu uns kommt, selbst wenn ein Kind hier verstirbt“, erläutert Kinderhospiz-Leiterin Kerstin Wülfing: „Die Familien haben ein Stück Zuhause hier, das hier ist ein Ort mit Bindung für sie.“

Hohe Akzeptanz ist zugleich auch finanzielle Bürde

Diese deutschlandweit hohe Akzeptanz ist indes auch eine Bürde für das ökumenisch getragene Hospiz. Denn: Die Krankenkassen zahlen nur die Kosten für den Aufenthalt der schwerst kranken Kinder und Jugendlichen, nicht den für deren Eltern und Geschwister. Und die Kassen zahlen auch nur für eine Auslastung bis 85 Prozent. Dass das Haus im Burgholz sehr beliebt ist, bedeutet also, dass umso mehr Kosten durch Spenden gedeckt werden müssen – etwa eine Million Euro muss die Kinderhospiz-Stiftung pro Jahr aufbringen.

Zur Erfolgsgeschichte an der Kaisereiche zählt also auch, dass dies bislang gelungen ist: Von zehn Euro bis zu 1,5 Millionen Euro gingen bislang über 20.000 verschiedene Spenden auf das Konto der Stiftung: „Daran sieht man, welche hohe Akzeptanz das Kinderhospiz hat“, sagt Hospiz-Leiterin Kerstin Wülfing. „Das ist das Fantastische“, freuen sich mit ihr Martin Hamburger und Christoph Humburg über die hohe Spendenbereitschaft: „Wir haben uns im Bewusstsein etabliert, wir sind ein Identifikationspunkt im Bergischen“, unterstreicht Martin Hamburger: „Schön, dass auch mal was im Städtedreieck funktioniert…“

„Wir leben von der Hand in den Mund…“

Ausruhen, so unterstrichen die beiden Stiftungschefs weiter, könne man sich darauf aber nicht: „Wir leben von der Hand in den Mund, wir sind ständig auf Spenden angewiesen“, betonen Humburg und Hamburger, dass die Spendenbereitschaft nicht nachlassen darf: „Wir müssen dranbleiben, wir brauchen Jahr für Jahr das Geld!“ Man sei dankbar für jede einzelne Spende, ergänzt Kerstin Wülfing, denn nur mithilfe der Spenden sei es möglich, die betroffenen Familien zu unterstützen: „Jede Spende ist ein Geschenk, das nicht selbstverständlich ist!“

Tag der offenen Tür / Spenden

Ein Feier-Höhepunkt – neben Ausstellungen, Konzerten oder Vorträgen in Solingen, Remscheid, Wuppertal oder auch Hattingen – wird natürlich der alljährliche Tag der offenen Tür sein: Am 21. Juni 2020 lädt das Kinderhospiz dazu wieder mit zahlreichen Angeboten und Aktionen für die ganze Familie ins Burgholz ein. Wer für das Kinderhospiz spenden möchte, kann unter der IBAN DE 4233 0500 0000 0097 9997 den Betrag überweisen.

Rückfragen per Telefon unter (02 02) 69 55 77-0 oder per E-Mail an die Adresse info@kinderhospiz-burgholz.de. Mehr Infos online unter www.kinderhospiz-burgholz.de.

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