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13.02.2020, 17.35 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Lehre statt Studium: Knipex lud CFG-Schüler zum Berufsinfotag

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Die CFG-Schüler Lara (2.v.r.), Laurids (hi. mi.) und Max (li.) mit CFG-Azubine Michelle Sadlowski (re.) und weiteren Azubis sowie den Knipex-Ausbildern Thorsten Herkert (2.v.l.) und Celine Keiling (hi. mi.). | Foto: Meinhard Koke

Michelle Sadlowski ist vielleicht ein Paradebeispiel dafür – für eine Abiturientin, die es nach dem Abschluss nicht an eine Hochschule zog, sondern in die Lehre. Die 19-Jährige entschied sich für eine Ausbildung bei der Firma Knipex. Zwar hatte sie schon ein Angebot in der Tasche, das aber sagte sie ab und ging auf Risiko. Denn sie wollte, so erzählt Michelle Sadlowski, unbedingt zu dem Dörper Zangen-Weltmeister. Sie wurde für ihr Risiko belohnt, denn auch bei Knipex erhielt sie den Zuschlag – im nunmehr zweiten Lehrjahr wird Michelle Sadlowski zur Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung ausgebildet.

Dass sie nicht im Hörsaal sitzt, hat die 19-Jährige nicht bereut: Die Ausbildung biete gegenüber dem Studium viele Vorteile, findet Michelle Sadlowski: Man sammele viel Praxiserfahrung und pauke nicht nur weiter Theorie, für sie bedeutet die Lehre auch ein Stück mehr Selbstständigkeit und Erwachsenwerden. Und „on top“, so betont die 19-Jährige weiter, „überträgt mir Knipex auch schon viel Verantwortung“. Insofern: Entscheidung nicht bereut!

Nach Beendigung ihrer Lehre möchte Michelle Sadlowski wahrscheinlich (zunächst) bei Knipex bleiben, später dann sei auch ein Studium durchaus eine Option. Oder auch nicht, denn: Man habe ja auch an der Oberkamper Straße viele Weiterbildungsmöglichkeiten… Michelle Sadlowski ist eher die Ausnahme: Nach dem Abi schlagen die meisten Absolventen eine Hochschulausbildung ein. Um den Abiturienten von morgen aufzuzeigen, dass aber auch eine Ausbildung eine attraktive Option mit vielfältigsten Karrieremöglichkeiten ist, veranstaltete die Firma Knipex am Dienstag erstmals einen Berufsinformationstag für eine Schule.

Alle Stationen von Knipex-Azubis betreut

Rund 200 Schüler der 11. Klassen des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums (CFG), eine der Knipex-Partnerschulen, strömten dabei an die Oberkamper Straße. Begleitet von 20 CFG-Lehrern konnten die Fuhlrott-Gymnasiasten von 9 bis 14 Uhr Praxisluft schnuppern und sich über Knipex und seine verschiedenen Ausbildungsberufe informieren. Dabei „absolvierten“ die Gymnasiasten in halbstündigen Rhythmen insgesamt acht Stationen im Hause Knipex: So gab es in der Ausbildungswerkstatt viele Praxis-Eindrücke, in den Schulungsräumen wurden unter anderem Bewerbungstrainings vorgestellt.

Alle Stationen wurden von Knipex-Azubis betreut, so konnten sich die Schüler aus erster Hand informieren, wie Ausbildung bei Knipex so ist. Auch nicht ganz uninteressant: In den Pausen konnten die CFG-Schüler an den Knipex-Kickern spielen und sich mit Currywurst, Baguettes & Co. stärken… Entsprechend angetan zeigten sich Lara Krupa und Laurids Dinger (beide 17) sowie Max Budt (18) zur Halbzeit ihres Knipex-Tages: Das Angebot sei grundsätzlich sinnvoll, Knipex ein interessantes Unternehmen, das Programm des Berufsorientierungstages erfrischend und unterhaltsam gestaltet, insbesondere die Bewerbungstrainings seien sehr hilfreich gewesen.

Studium weiter Favorit: „Beruf soll ja auch Spaß machen…“

Aber: Am Studienwunsch der drei Fuhlrott-Gymnasiasten hatte sich kaum etwas verändert. Man habe Respekt vor dem Handwerk, aber er sei halt „ein Denker und kein Handwerker“, bekannte Max Budt. „Und Ausbildung beziehungsweise Beruf soll ja auch Spaß machen“, befand Laura Krupa, deren Favorit ein Psychologie-Studium blieb. Nur Laurids kann sich eine Lehre vorstellen: Zum Koch, daran hätte er eventuell Spaß – gibt’s aber nicht bei Knipex…

„Uns ist es wichtig, die jungen Talente in ihrer Berufsfindung zu unterstützen und ihnen realistische Einblicke in den Bewerbungsprozess und die verschiedenen Ausbildungsberufe zu geben“, erläuterten Knipex-Ausbildungsleiter Thorsten Herkert sowie Celine Keiling von der Aus- und Weiterbildung bei Knipex: „Ein weiteres Ziel ist es, Knipex als attraktiven Ausbildungsbetrieb zu positionieren“ – wie Lara, Laurids und Max beweisen, war das auf jeden Fall gelungen. Abgesehen davon: Probleme, seine rund 20 Ausbildungsplätze pro Jahr zu besetzen, hat Knipex ohnehin nicht – eben auch, weil der Zangen-Weltmeister attraktiver Arbeitgeber ist…!

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