Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

04.03.2020, 13.15 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Mehrgenerationen-Wohnprojekt: Schon bald rücken die Bagger an

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So soll das Gebäude des Wohnprojekts von der Straße Am Ehrenmal aus betrachtet einmal aussehen. | Grafik: SCHMIDTplanung/Dorsten

Wird das Mehrgenerationen-Wohnprojekt zu einem Projekt von Generationen? Zugegeben, eine sarkastische Frage, doch das Vorhaben ist ziemlich aus dem Zeitplan geraten: Vor drei Jahren vorgestellt, sollten die 15 Wohneinheiten im ehemaligen akzenta-Gebäude ursprünglich 2019 fertig sein. Dann hieß es, 2019 würde der Baustart erfolgen, Anfang 2020 könnten die Genossenschafter von „Mittendrin in Cronenberg“ an der Hauptstraße 43 einziehen. Nun sind die ersten beiden Monate 2020 rum, aber noch hat sich nichts rund um das ehemalige „Kaiserliche Postamt“ getan.

Die Verzögerungen bereiteten auch Antje Breucking und Michael Lippkau von „Mittendrin in Cronenberg“ alles andere als Freude. Schließlich hatten die Genossenschafter seit der Schlüsselübergabe vor zwei Jahren mit einem Bündel an Widernissen zu kämpfen: Mitten in die Planungen platzten Änderungen der Baugesetzgebung und der Förderbedingungen, der Boom im Bausektor sorgte für Kostensteigerungen, die Umplanungen notwendig machten, dann sprang der Interessent für die ehemalige akzenta-Ladenfläche ab und nicht zuletzt mussten die leidgeprüften Genossenschafter auch noch per Gutachten die Kampfmittelfreiheit des Grundstückes nachweisen.

Im Herbst sind die ersten Wohnungen bezugsfertig

Jetzt aber sind alle Hürden genommen: Die Abrissgenehmigung für den rückwärtigen akzenta-Anbau ist da, Ende März / Anfang April rollen die Bagger an. Bereits im Herbst sollen die ersten Mieter in das historische Schiefergebäude einziehen, im Frühjahr soll auch der rückwärtige Holz-Beton-Anbau entlang der Straße Am Ehrenmal fertig sein. Dass es mit diesem Zeitplan klappt, dafür ist Antje Breucking eine Art Garantin: Schließlich will die gebürtige Cronenbergerin mit ihrer Familie von Dinslaken aus ins Dorf zurückkehren und im historischen Teil des Mehrgenerationen-Hauses einziehen. Die Kinder sind bereits zum neuen Schuljahr in Cronenberg angemeldet – es muss also nun alles glatt gehen an der Hauptstraße 43, die Schule wird schließlich pünktlich beginnen…

Junge Familien als Mitbewohner gesucht

Übrigens: Noch vier der insgesamt 15 Wohneinheiten mit Größen von 47 bis 120 Quadratmeter sind frei, besonders hofft „Mittendrin in Cronenberg“ auf das Interesse von jungen Familien für eine 80-Quadratmeter-Wohnung. Interessierte können sich per Mail an info@mittendrin-in-cronenberg.de oder unter Telefon 01 76 / 64 10 85 46 (Breucking) melden.

Erledigt hat sich zwischenzeitlich auch die Frage, was aus der akzenta-Gewerbefläche im Erdgeschoss wird: Klar war längst, dass hier der Gemeinschaftsraum des Wohnprojektes eingerichtet wird. Neu ist, dass zur Hauptstraße hin die Cronenberger Anwaltskanzlei Klaus Müller einzieht. Diese ist aktuell noch schräg gegenüber an der Hauptstraße 48 ansässig.

Mehr Infos zum Projekt gibt es unter www.mittendrin-in-cronenberg.de.