Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

08.05.2020, 09.14 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Grundschul-„Restart“: Von den Viertklässlern und Lehrern ersehnt!

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Unter anderem auf Abstand und mit geteilten Klassen: Die Viertklässler der Grundschule Hütterbusch an ihrem „ersten Präsenz-Schultag“ nach der Corona-Zwangspause. | Foto: privat

Nachdem die weiterführenden Schulen bereits am 23. April mit ihren Absolventen 2020 starteten, erlebten die Grundschulen in NRW am Donnerstag letzter Woche ihren „Restart“: Mit ihren diesjährigen Abgängern kehrten die Grundschulen in den Präsenz-Unterricht zurück.

Die Freude war nicht nur bei den Viertklässlern groß, auch die Lehrer hatten das Wiedersehen mit ihren Schülern herbeigesehnt. Wie Michaela Venn, die stellvertretende Schulleiterin der Grundschule Hütterbusch berichtet, hatte die Lehrerschaft der Dörper Grundschule zu ihren Schülern in den vergangenen sechs Wochen auf unterschiedlichsten „Kanälen“ Kontakt gehalten: Per E-Mail, Video oder Telefon blieb man in Verbindung, die Arbeitspläne für die jeweiligen Wochen wurden auch ganz analog und kontaktlos in die Briefkästen eingeworfen.

Michaela Venn zum Beispiel „klapperte“ alle ihre Zweitklässler auch per Telefon ab – „meine Schüler waren begeistert“, erzählt die Hütterbusch-Lehrerin, verschweigt aber auch nicht, dass manche ihrer Zweitklässler keine Lust mehr auf Arbeitspläne haben, sondern zurück in die Schule möchten. Gerade in der Grundschule sei der direkte Kontakt zu Lehrern und Mitschülern eben „sehr ausgeprägt“…, so Hütterbusch-Lehrerin Michaela Venn.

Ähnlich wie an den weiterführenden Schulen gilt auch am Hütterbusch, wo insgesamt rund 180 Schüler unterrichtet werden, für die Schüler der beiden vierten Klassen ein Maskengebot. Damit die Abstandsregeln eingehalten werden können, sind die beiden Klassen 4 nun in je zwei Lerngruppen aufgeteilt, Pause wird jeweils versetzt gemacht. „Ich wünschte mir, dass alle Schüler zur Schule kommen könnten“, sagt Michaela Venn, unter Corona-Bedingungen sei das aber nur in rollierenden Systemen möglich.

Wie es am Hütterbusch und an den weiteren Grundschulen in NRW nach dem Restart bis zu den Sommerferien weitergeht, dass mochte Michaela Venn übrigens konkret nicht beantworten: „Nach dem ganzen Hin und Her habe ich dafür kein Gefühl mehr“, bekannte die stellvertretende Hütterbusch-Schulleiterin, bevor Bildungsministerin Yvonne Gebauer dann im Laufe der letzten Woche den weiteren NRW-Fahrplan für die Grundschulen bekannt gab. Auf jeden Fall: „Wir geben uns die beste Mühe…“, unterstrich Michaela Venn…!