Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

16.06.2020, 14.49 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Berghauser Schule: Asbest-Sanierung länger und teurer

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Die ehemalige Schule an der Berghauser Straße. | Foto: Meinhard Koke

Böse Überraschung für das Gebäudemanagement der Stadt Wuppertal (GMW): Im Zuge der Asbest-Sanierung der ehemaligen Schule an der Berghauser Straße 45 sind weitere belastete Stellen in dem Denkmal gefunden worden. Aufgrund dessen verzögert sich die Fertigstellung der Anfang März begonnenen Arbeiten nun bis Ende Juli.

Und sie werden auch teurer als geplant: „Mit den bisher dafür veranschlagten 200.000 Euro werden wir also nicht ganz auskommen“, bedauert GMW-Produktmanager Thomas Lehn. Zwar steht nicht fest, was mit dem etwa 110 Jahre alten Denkmal geschieht – ein von OB Andreas Mucke initiierter Workshop zur Zukunft des Gebäudes musste coronabedingt verschoben werden. Wie bereits berichtet, war die Asbest-Sanierung zur weiteren Entwicklung der ehemaligen Schule unumgänglich.

Der Dachboden war bei einer Brandschutzsanierung in den 1970er-Jahren mit asbesthaltigen Trennwänden zur Lüftungsanlage versehen worden. Im Zuge der Sanierung wurden das belastete Material nun entfernt und sämtliche Oberflächen im Dachgeschoss (etwa 1700 Quadratmeter) aufwändig gereinigt. Zudem wurden auch in anderen Stockwerken asbesthaltige Bauteile entfernt sowie mit Formaldehyd belastete Wand- und Deckenbekleidungen im Neubau zurückgebaut. Da überdies die Tragfähigkeit der Holzbalkendecken im Altbau beeinträchtigt war, mussten hier zunächst Stützen eingebracht werden.

Nach der Asbest-Sanierung kann das GMW nun an die Sanierung des Dachstuhls und der Dacheindeckung gehen – die Vorbereitungen dazu laufen bereits.