Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

01.10.2020, 14.30 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Mitmachen beim Re-Start: Spell’88 weiß, woher der Wind weht…

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Haben sogar noch mehr als einen Platz frei: Das Ensemble von „Spell’88“ freut sich für seine Produktion „Whistle Down the Wind“ auf musicalbegeisterte „Nachzügler“… | Foto: Spell'88

Das Cronenberger Ensemble hat seine Proben für das Musical „Whistle Down the Wind“ wieder aufgenommen / Interessierte können gerne noch einsteigen.

Im Frühjahr machte sich „Spell’88“ an sein nächstes Musical: Kantor Martin Ribbe und sein Musical-Ensemble der Evangelischen Gemeinde Cronenberg nahmen sich „Whistle Down the Wind“ vor. Für das Musical von Erfolgskomponist Andrew Lloyd Webber hatte man sich im Januar entschieden, Mitte März ging’s los: Die Suche nach einem Regisseur stand vor dem Abschluss, die ersten (Schauspiel-)Proben sollten beginnen, die Gesangsproben liefen bereits.

Jetzt wäre eigentlich „Whistle Down the Wind“-Premiere gewesen

Ein Probenbesuch im Emmaus-Zentrum bestätigte: Lange brauchten die jungen „Speller“ nicht zum Einfinden. Gemeinsam intonierten alle „Egal, was alle sagen“, und es klang spontan schon „knapp vor“ bühnenreif. Klar und auch schon gut im Rhythmus ließen die fünf männlichen Mitglieder „In der Einsamkeit der Nacht / Spricht die Dunkelheit zu mir“ erklingen. Um sich an eine Szene heranzutasten, bat Spell-Chef Ribbe spontan diese junge Frau oder jenen jungen Mann ans Mikro und sie stiegen beherzt ein…

Dieser Tage sollte „Whistle Down the Wind“ Premiere feiern – natürlich in Cronenberg. Für Auftritte auf dem ökumenischen Kirchentag hatte sich das Dörper Musical-Ensemble bereits angemeldet – die Vorbereitungen für die 13te Produktion in der über 30-jährigen Spell-Geschichte waren routiniert angelaufen – „und dann kam Corona“, blickt Martin Ribbe zurück: Der allgemeine Shutdown Mitte März bedeutete selbstverständlich auch den Spell-Lockdown – die Pandemie machte brachial klar, „woher der Wind weht“ (so der deutsche Titel des Musicals).

„Wir wollen so gerne anfangen…“: Drei junge Mitspieler gesucht!

Martin Ribbe versuchte zwar während der Lockdown-Pause die Produktion zum Beispiel auch mit Online-Proben „on air“ zu halten – „aber das war einfach nicht dasselbe, das ist nicht unser Spell-Spirit, da kommt kein Gemeinschaftsgefühl rüber“. Umso mehr freut sich der Dörper Musicaldirektor über den Re-Start jetzt, für den „Spell’88“ zur Einhaltung der Abstände vom „Musicaldome“ Zentrum Emmaus in die Reformierte Kirche gewechselt ist.

Allerdings hat die Zwangspause nicht nur Zeit gekostet: Studium woanders, Urlaube, keine Zeit mehr, weil in der Abi-Vorbereitung,… – es ist ein bunter Mix, der Martin Ribbes Ensemble im Corona-Halbjahr einige „Abgänge“ beschert hat. Zwar sind die (deutschen) Texte bestellt, der Regisseur engagiert und die Zusage der Tanz-Choreographin da, für den Re-Start von „Flüster es dem Wind“ ist aber nun dringend Verstärkung gesucht. Willkommen sind musicalbegeisterte Jugendliche beziehungsweise junge Erwachsene ab 15 Jahren. Martin Ribbe flüstert es nicht, sondern ruft es flammend ins CW-Land hinaus: „Wir suchen zwei/drei weitere Mitwirkende – wir wollen so gern anfangen…“

Wer macht mit?

Wer Lust und Zeit hat, ist zu den Spell-Proben immer donnerstags von 19.30 bis 21 Uhr in der Reformierten Kirche zum Schnuppern herzlich willkommen. Bis zu den Herbstferien ist der Einstieg noch möglich, schließlich soll die Premiere am 8. Mai 2021 open air in Cronenberg steigen und es eine Woche später zum Kirchentag nach Frankfurt gehen. Mehr Infos zu „Spell’88“ gibt’s online unter spell88.ekir.de, unter Telefon (02 02) 247 15 80 (Ribbe) oder auch via Instagram. Infos gibt Martin Ribbe auch gerne auf Mail-Anfrage an ribbe@posteo.de.