Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

26.11.2020, 11.45 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Wuppertaler Corona-Impfzentrum entsteht am Campus Freudenberg

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Der Krisenstab der Stadt Wuppertal hat sich für den Campus Freudenberg als Standort für das Impfzentrum der Stadt entschieden: Hier soll zunächst die erste Phase der Corona-Impfungen durchgeführt werden. Laut Vorgabe von Bund und Land sollen die Impfzentren bis 15. Dezember eingerichtet sein.

In Abstimmung mit der Universität fiel der Zuschlag für das frühere Kasernen-Areal in der Südstadt, weil hier laut Stadt viel Platz, eine leistungsfähige Verkehrsanbindung, genug Parkplätze, ein relativ abgeschlossenes Gelände und geeignete Räume für Büros, Sozialräume und Lager zur Verfügung stehen. Die Impfstraßen selbst sollen in einem winterfesten großen Zelt auf dem Parkplatz des Uni-Geländes eingerichtet werden.

Ab wann am Freudenberg geimpft und wer zum Kreis der Personenen der Impfphase 1 zählen wird, steht noch nicht fest. Das hängt laut Stadt davon ab, wann ein Impfstoff zugelassen werde und in ausreichenden Mengen für den Start zur Verfügung stehe. Fest steht aber, dass sich die Bewohner von Pflegeeinrichtungen durch mobile Impfteams in ihren jeweiligen Heimen werden impfen lassen können.

Die Stadt kalkuliert damit, dass in den Impfzentren bis zu 2.500 Impfungen am Tag durchgeführt werden können. Je 70.000 Einwohner soll eine Impfstraße entstehen. Man geht davon aus, dass sich etwa 70 Prozent der Bevölkerung impfen lassen werden. Bei zwei notwendigen Impfungen pro Person wären in Wuppertal also 450.000 Impfungen durchzuführen. Wie lange die Phase 1 der Impfaktion dauern wird, sei noch nicht absehbar – die Rede sei von Monaten bis zu einem Jahr, teilt die Stadt mit. Ebenso unterstreicht sie, dass die Impfung freiwillig sein werde.

„Vor uns liegt eine riesige Aufgabe, alle notwendigen organisatorischen und logistischen Abläufe zu steuern“, dankt Krisenstableiter Johannes Slawig der Universität für die konstruktive Zusammenarbeit bei der Standortsuche: „Die kurze Vorlaufzeit und die Größenordnung der Aktion nötigen mir Respekt ab, aber ich bin zuversichtlich, dass wir bis Mitte Dezember das Impfzentrum am Freudenberg stehen haben.“

Lesermeinungen zu diesem Artikel

  1. Jo Beeck
    30.11.2020, 23:43 Uhr   |   Direktlink

    Wenn der Herr Slawig den so um die 40 Ärzte für einen 3/5 Schicht-Betrieb für ca. 3-6 Wochen
    bekommen kann,dann wäre es vielleicht machbar die system-relevanten Menschen zuerst zu impfen!
    Deren Zahl dürfte bestimmen -wann dann die Allgemeinheit dran ist!
    Da aber die lieben Mitmenschen zum SSV-Verhalten am Zentrums-Eingang neigen werden -sollten doch besser
    noch mindestens 2 weitere Zentren anvisiert werden -um Krawalle zu vermeiden!
    Das bedeutet ca. 120 – 140 Ärzte
    >> mit 240 bis 280 Helfern für 6 Wochen der Impfungen 1 und 1a nach 3 Wochen!
    Beispielrechnung:
    2500 SOLL = 4 Passagen –> 633 Durchläufe a 5 Minuten = 3165 Minuten / maximal 24hx60minuten= 1440
    ERGO müssten 12 Durchgänge (Ärzte) 18 Stunden a 11 Personen = 2376 Geimpfte ergeben!
    3 Schicht bedeutet mindestens 36 Ärzte Voll-Power am Tag !7 Tage die Woche für mind. 3Wochen !
    Unglaublich !

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