Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

06.12.2020, 16.57 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Monatsbilanz: November-Lockdown hat Virus-Tempo nur gebremst

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Die Infektionszahlen konnten im Lockdown-light-Monat nicht runtergedrückt werden, sondern blieben auf hohem Niveau / Zahl der Todesfälle wuchs um mehr als ein Drittel.

Die bundesweite Verschärfung der Pandemie-Lage im Oktober führte zu dem Teil-Lockdown ab Anfang November. Ob und wie die Verschärfung der Corona-Beschränkungen auf die Virus-Ausbreitung in der Stadt gewirkt hat, wollen wir mit dem Vergleich der Infektionszahlen von Anfang November bis Anfang Dezember aufzeigen.

Zum 2. November waren 868 Wuppertaler als akut Corona-infiziert registriert, am 2. Dezember gab es 1.245 aktuell Infizierte in der Stadt – ein Anstieg von über 40 Prozent trotz des „Lockdowns light“. Im Vergleich zum Monat Oktober hat sich dennoch etwas getan: Vor Beginn des Teil-Lockdowns hatte sich die Infiziertenzahl von 112 (01.10.) auf 790 (30.10.) mehr als versiebenfacht – zumindest diese rasante Ausbreitung wurde also im Lockdown-November gebremst.

Trotz Teil-Lockdown: Inzidenz fast gleich geblieben

Das zeigt auch der Blick auf die Entwicklung der Wuppertal-Inzidenz: Die Zahl der Neuinfektionen pro Woche lag zum 2. November bei 697, zum 2. Dezember meldete die Stadt 702 Neu-Fälle auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen – ein nur geringer Anstieg. Entsprechend veränderte sich auch die Wuppertal-Inzidenz kaum: Sie erhöhte sich im Monatsvergleich von 196,34 (02.11.) auf gestern 197,75 Fälle.

Auch hier der Vergleich zum Vormonat: Im Oktober gab es eine Vervielfachung der Neu-Fälle von 90 (01.10.) auf 669 Fälle (30.10.), die Wuppertal-Inzidenz sprang entsprechend von 24,86 auf 188,45 Fälle (30.10.). Im Lockdown-November konnte das Ausbreitungstempo also auf hohem Niveau gebremst, nicht aber runtergedrückt werden.

Ein Drittel mehr Todesfälle mit Corona im November

Eine traurige Bilanz bietet der Blick auf die Krankenhäuser: Zum 2. November mussten 43 Wuppertaler wegen Corona in den Krankenhäusern der Stadt behandelt werden, zum 2. Dezember lag die Zahl der COVID-19-Patienten bei 118 Wuppertalern – fast eine Verdreifachung. Leider wirkte sich diese Verschärfung auch bei den Corona-Todesfällen aus: Die Anzahl der Corona-Toten wuchs von 91 (2. November) auf 123 Verstorbene zum 2. Dezember – die Zahl aller Corona-Verstorbenen seit Ausbruch der Pandemie im Frühjahr wuchs also allein im November um mehr als ein Drittel.

Auch hier zum Vergleich: Anfang Oktober lag die Zahl der Corona-Patienten „nur“ bei 12 Erkrankten, im gesamten Oktober waren vier Corona-Tote zu beklagen – obwohl sich das Virus in diesem Monat so stark ausgebreitet hatte. Die Zahl aller bestätigten COVID-19-Infizierten seit Ausbruch der Pandemie wuchs im November-Verlauf stark von 3.580 Personen (02.11.) auf insgesamt 6.624 infizierte Wuppertaler zum 2. Dezember. 5.256 Infizierte davon waren allerdings zwischenzeitlich wieder genesen.