Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

31.05.2021, 13.54 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„Ist das coronakonform?“: BV-Sitzung mit Fragezeichen & Unmut

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Geht das in Pandemiezeiten oder ist sitzen da im Sitzungssaal zu viele Personen? Diese Frage sorgte vor Beginn des Cronenberger BV-Treffens im „Haus der Integration“ füreine heftige Diskussion. | Foto: Meinhard Koke

Im „Haus der Integration“ fand sich am vergangenen Mittwochabend, 26. Mai 2021, die Bezirksvertretung (BV) Cronenberg zu ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause ein. Der Konferenzsaal an der Friedrich-Engels-Allee wirkte auf die Bezirkvertreter indes wenig „integrierend“. Noch bevor die Sitzung begonnen hatte, kam es vielmehr zu einer erregten Diskussion: Allen voran die Fraktionschefs Günter Groß (CDU) und Oliver Wagner (SPD) sowie CDU-Ratsherr und Bürgermeister Rainer Spiecker warfen angesichts des gut gefüllten Raumes die Frage auf: „Ist das hier überhaupt coronakonform?“

Während BV-Geschäftsführerin Jasmin Enkhardt ermittelte, wie viele Personen zulässig waren, betrat Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig den Sitzungssaal. Auf die Anmerkung, dass er womöglich die eine Person zu viel sei, antwortete Slawig pragmatisch: „Dann gehe ich eben wieder“. Vorweg: Der neue Pate der Bezirksvertretung Cronenberg konnte bleiben. Nachdem geklärt war, dass 38 Anwesende zulässig sind, beschloss das Stadtteilparlament auf das energische Drängen von Groß, Spiecker und Wagner: Alles nicht Dringende wird geschoben.

Insofern mussten/konnten alle Berichterstatter wieder gehen – nur den Vertretern zum Thema „Netto-Umzug“ stieß das ganz offensichtlich auf: „Wir warten jetzt so lange schon auf einen Termin“, ließen sie an die Adresse von Vize-Bürgermeisterin Regina Orth (Grüne) verlauten, welche Bezirksbürgermeisterin Miriam Scherff (SPD) vertrat. „Es tut mir leid“, entgegnete Orth: „Wir sind in Zeiten einer Pandemie.“

Im „Schweinsgalopp“ wurden dann die „notwendigen“ Themenpunkte abgearbeitet, überwiegend ohne die sonst üblichen Erläuterungen und Diskussionen – in knapp einer Dreiviertelstunde war das Gastspiel im „Haus der Integration“ coronakonform vorbei…!