17.01.2024, 19.19 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Nicht nur gefühlt so: Der nasseste Dezember seit fast 30 Jahren!

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„Berger Island“ in der Kohlfurth, von der angeschwollenen Wupper kräftig „umrauscht“, musste durch die Wassermassen einmal mehr etwas an „Inselmasse“ dem Bergischen Amazonas abtreten… | Foto: Meinhard Koke

Wenn wir es nicht bereits geahnt hätten…: Der Dezember war ein überdurchschnittlich nasser Monat. Nachdem bereits Oktober und November sehr feucht waren, gab es laut Wupperverband zum Jahresfinale kaum einen trockenen Tag – im gesamten Monat regnete es teils doppelt so viel wie sonst in einem Dezember. An der nächstgelegenen Wupperverbands-Messstation zum CW-Land, der Kläranlage in Buchenhofen, lag die Regenmenge bei 216 Litern pro Quadratmeter – in einem durchschnittlichen Dezember fällt hier mit 121 Litern nur knapp die Hälfte an Niederschlag. Damit war der vergangene Monat an der Kläranlage Buchenhofen der nasseste Dezember seit 1994.

Das war aber noch längst nichts im Vergleich zur Messstation Brucher-Talsperre in Marienheide: Dort wurden sogar 309 Liter Niederschlag gemessen – damit war die Brucher Talsperre die nasseste Messstation im gesamten Wupperverbandsgebiet. Zum Vergleich: Am trockensten war es an der Kläranlage Leverkusen mit 104 Litern. Aber auch hier lag die Niederschlagsmenge deutlich über dem Durchschnitt – dieser liegt bei 82 Litern.

Viel, viel Regen rund um Weihnachten

Der regenreichste Tag in Buchenhofen war übrigens der 19. Dezember: Allein an diesem Tag wurden an der Kläranlage 33 Liter Niederschlag gemessen. Überhaupt waren die folgenden Tage bis zum 1. Weihnachtsfeiertag ziemlich nass: Nur bis zum 25. Dezember lag die gesamte Regenmenge bei rund 137 Litern – damit fiel in den sechs Tagen vor und nach Weihnachten mehr als die Hälfte des gesamten Dezember-Regens. Folge waren steigende Wupper-Pegel und Hochwasser-Sorgen unter anderem auch in der Kohlfurth.

Viel Regen – unterdurchschnittlich wenig Sonne

Auf der anderen Seite war der Schlussmonat 2023 zwar vergleichsweise mild, aber zudem auch sehr sonnenscheinarm: In NRW gab es wenigstens 25 Sonnen-Stunden, das Dezember-Mittel im Land liegt bei 37 Stunden. Eine Tabelle mit den Niederschlagsdaten findet sich online auf der Homepage unter www.wupperverband.de.