10.09.2025, 13.13 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Netto-Neubau: Investor von Millionen-Projekt abgesprungen?

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So sollte der Wohn-/Einzelhandels-Neubau im Carrée Haupt-/ Amboß-/ Holzschneiderstraße, in den der Discounter Netto einziehen will, einmal aussehen. | Animation: CEV-RATHKE-Architekten-BDA

Update (14.58 Uhr):
Kommando zurück: Wie ein Vertreter des Hamburger Investors, zu dem die CW gerade telefonischen Kontakt hatte, wissen ließ, gibt es keinen grundsätzlichen Rückzieher von dem Netto-Vorhaben in Cronenberg. Vielmehr hätten sich die bisherigen Planungen als unwirtschaftlich erwiesen, weshalb man aktuell dabei sei, das Millionen-Projekt umzuplanen.

Das bedeute zwar, dass die Bauplanung wieder vor die sogenannte Offenlegung und das Gesamtprojekt somit auf eine noch nicht absehbare Zeit zurückgeworfen werde. „Wir haben aber ein persönliches Interesse, weil das Grundstück in unserem Eigentum ist“, stellte der Projektentwickler im Gespräch mit der CW klar, dass man an einer Kombi-Bebauung der Fläche an der Ortsmitte-Kreuzung mit Wohnen und Einzelhandel unverändert festhalte.

Mehr dazu in der nächsten gedruckten Ausgabe der CW.

Erstnachricht:
Im Karree Hauptstraße / Amboßstraße / Holzschneiderstraße wächst inzwischen buchstäblich Gras drüber – das Baufeld für das geplante Netto-Vorhaben (die CW berichtete mehrfach) hier ist seit Monaten baureif… Das Gras dürfte noch höher werden, denn das 15-Millionen-Projekt scheint geplatzt zu sein: Nach Informationen der CW hat die Stadt der Bezirksvertretung (BV) Cronenberg kurz und knapp mitgeteilt, dass der Investor zu Cronenbergs wohl prominentestem Neubau-Projekt abgesprungen sei.

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Nach Worten von Alexej Hundt, dem Vorsitzendern der CDU Cronenberg, seien „wirtschaftliche Gründe“ ausschlaggebend gewesen: „Die Absage des Investors für diese Planung ist ein Rückschritt für die Entwicklung Cronenbergs und seiner Ortsmitte.“ Die Pressemitteilung der Dörper CDU lässt vermuten, dass städtisch-politische Auflagen Hintergrund des Rückziehers seien könnten.

CDU-Chef Hundt unterstreicht jedenfalls in der Mitteilung, dass die Politik dazu da sei, „für den Bürger zu arbeiten und nicht die Gewinnmaximierung von Unternehmen zu fördern“. „Unser Interesse liegt darin, ein Eingangstor in unsere Ortsmitte zu bekommen, dass sich der Ortsplanung anpasst“, ergänzt CDU-Frktionssprecher Michael-Georg von Wenczowsky, dass die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung nun ernsthaft darüber nachdenke, eine Veränderungssperre für das Filet-Grundstück in der Ortsmitte anzuregen, „damit die Planung zurück in die Hände der Stadt gehen kann“…