07.11.2025, 13.13 Uhr | Redaktion | Artikel drucken | Instapaper | Kommentare
Erster Vogelgrippe-Fall bestätigt: Geflügel sichern, Hunde anleinen
Wie berichtet, wurde in der vergangenen Woche in Ronsdorf ein toter Kranich aufgefunden. Dass das Tier an der Geflügelpest verendet war, stand schon fest. Nicht klar war indes, ob der Kranich mit der hochpathogenen Variante H5N1 infiziert war. Jetzt liegt das Ergebnis der Untersuchungen vor: Laut Bergischem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt (BVLA) wurde der tote Kranich positiv auf die schwere Form des Influenza-A-Virustyps getestet – damit ist diese hochansteckende Form der Vogelgrippe im Bergischen Städtedreieck angekommen. Und der Ronsdorfer Fall ist womöglich nicht der einzige: Laut Stadt wurden in den vergangenen Tagen weitere Wildvögel zur Untersuchung eingeschickt. Die Ergebnisse hierzu stehen noch aus.
Da das Risiko einer Ausbreitung des Virus über Wildvögel auf gehaltenes Geflügel und andere Vogelbestände hoch ist und das Virus zum Beispiel auch durch Kotanhaftungen an Schuhen und Geräten in Geflügel-Haltungen eingeschleppt werden kann, ruft das Veterinäramt Geflügelhalter abermals eindringlich zu Vorsichtsmaßnahmen auf. Auch wenn noch keine amtlich angeordnete Aufstallungspflicht für Geflügel im Städtedreieck besteht, sollten auch Hobby-Geflügelhalter von nur wenigen Tieren ihr Geflügel aktuell nur in Stallungen halten, die einen Kontakt zu Wildvögeln verhindern. Auch sind die Halter selbst zu Hygienemaßnahmen angehalten: Schuhe sollten vor dem Betreten und Verlassen des Stalls etwa stets gewechselt werden.
Gefahr nur bei „intensivem“ Kontakt | Hunde besser an die Leine
Die Stadt unterstreicht in ihrer Mitteilung, dass sich Menschen nur in seltenen Fällen mit der Geflügelinfluenza anstecken. Dazu sei ein intensiver, direkter Kontakt zu infiziertem Geflügel mit hoher Viruslast notwendig, weshalb tote und kranke Tiere keinesfalls angefasst werden sollten. Außerdem gelten die allgemeinen Hygienevorschriften, so regelmäßiges Händewaschen, zudem sollte Abstand zu Wildgeflügel gehalten und dieses nicht gefüttert werden. Überdies ist aktuell empfohlen, Hunde anzuleinen, damit sie nicht mit potenziell infiziertem Wildgeflügel in Kontakt kommen und so das Virus verbreiten können.
Wer mehr zur Geflügelpest erfahren möchte, findet Informationen auf der Webseite des Friedrich-Loeffler-Instituts unter www.fli.de.





